12.06.17 – Eigenartikel

Ich möchte heute mit diesem Artikel über eine gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland berichten, die es bedarf, umgehend aufgehalten zu werden. Ich spreche hier von den deutschen Trümmerfrauen am Ende des Zweiten Weltkrieges und deren Diffamierung durch die links-grüne Gesellschaft.

Geht es nach den Grünen, müsste das gesellschaftliche Andenken an die Frauen, die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufbauten, eingestampft werden. Denn allein die Türken hätten Deutschland aus den Trümmern geholt und zu dem gemacht, wo wir heute stehen.

Moment…die Türken?

Ja, Sie lesen hier richtig. Laut Meinung der Grünen hätten die Türken ab dem Jahre 1960 die deutschen Städte von Trümmern befreit, Strassen passierbar gemacht und ohne Fachkenntnis die Häuser gebaut. Nicht deutsche Frauen, die zusehen mussten, wie sie im Trümmerberg überlebten, sondern die Türken. So sieht grüne Geschichtskenntnis aus.

Ich könnte platzen!

Deutschland 1945: Wir haben kapituliert, jedoch den Krieg nicht verloren, alle Großstädte liegen in Schutt und Asche. Millionen Männer sind an der Front gefallen oder fristen ihr Leben als Kriegsgefangene in Russland. Frauen und Kinder sind auf sich alleine gestellt, müssen täglich um das wenige Essen kämpfen, das in den Städten noch vorhanden war. Essensmarken wurden verteilt, doch reichen die Zuteilungen nicht für ganze Familien. Am Wochenende waren daher „Hamsterfahrten“ in das umliegende Land lebensnotwendig, um von Bauern im Tauschhandel Lebensmittel zu erhalten. Kinder und Frauen hungerten.

Es war die Stunde Null.

Doch die Frauen saßen nicht still und geduldig herum und fanden sich mit ihrer Situation ab. Nein. Sie krempelten ihre Hausfrauenkitteln hoch und fingen an, die Städte aufzuräumen. Vormalige Strassen wurden passierbar gemacht, indem Trümmer zerkleinert und zur Seite geschafft wurden. In den Trümmern wurden Ziegel herausgekloppt und für den Hausbau genutzt.

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Überflüssiges Material wurde gesammelt und zur Abfuhr in Eisenbahnwaggons geworfen. Es wurden in den freigeräumten Strassen Eisenbahnschienen verlegt, um die Waggons zu Trümmerhalden zu verbringen. In jeder deutschen Stadt gab es die Trümmerhalden, sie wurden mit Erde überworfen und dienen auch heute noch als Parks.

Trümmerfrauen bei der Arbeit

Doch der Alltag war schwer. Die Arbeit hart und gefährlich. Hunderte der deutschen Trümmerfrauen verrichteten ihre Arbeit nicht freiwillig, aus freiem Entschluss, sondern wurden von den Besatzern zwangsverpflichtet. Vergewaltigungen auf den Bauplätzen standen auf der Tagesordnung. Das ist historische Wahrheit!

Genauso entspricht der Geschichtsschreibung, dass es diese Trümmerfrauen gab!

Nach grüner Geschichtsschreibung liest sich dies anders:

Deutschland 1960: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 lagen bis heute deutsche Städte und Dörfer in Schutt und Asche. Millionen Menschen klettern über Trümmern zu ihrer Arbeitsstelle, die sie aus Trümmern und Steinen aufgeschichtet hatten. Die Deutschen fanden sich mit ihrem Schicksal ab und stehen rat- und antriebslos in Trümmern umher, die sie irgendwann einmal beiseite räumen wollen. Oder auch nicht.

Menschen leben stumpfsinnig in Ruinen der Großstadt. Kinder spielen trostlos in Schuttbergen.

Dann kamen die Türken, die ihre Ärmel hochkrempelten und die Trümmerberge beiseite räumten. Sie legten Straßen frei und verlegten dort Schienen, damit sie überflüssigen Trümmer mit Hilfe von Eisenbahnwaggons auf Halden entladen können. Ungläubig und stauend stehen die antriebslosen, dumpfen Deutschen daneben und klatschen den fleißigen Türken Beifall, anstatt anzupacken und diesen zu helfen.

Wir müssen diesen tapferen und fleißigen Türken für ihre Aufbauarbeit 1960 dankbar sein.

Die rechte Denkweise, dass es die deutschen Hausfrauen waren, die Deutschland aufbauten, Nazis demnach, muss unbedingt und restlos aus der deutschen Geschichte gestrichen werden. Wo kämen wir hin, an NAZI-Frauen zu gedenken, die mit ihren eigenen Händen Häuser bauten? Widerlich.

Sahen Sie auf den oberen Bildern Türken? Nein? Sie sollten sich Ihre Meinung gründlich überlegen. Sehen Sie wirklich keine Türken? Vielleicht irgendwo im Hintergrund verborgen? Unter einem Stein? Tatsächlich nicht? Dann sind Sie ein NAZI! Pfui!

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Sämtliche Denkmäler der NAZI-Trümmerfrauen müssen verhangen werden. An deren Stelle werden dann Denkmäler der heldenhaften Türken-Trümmermännern errichtet.

Grüne wollen keinen Gedenkstein für Trümmerfrauen

„Den Richtigen ein Denkmal. Nicht den Alt-Nazis“ steht auf der Plane, mit der Katharina Schulze und ihr grüner Fraktionskollege Sepp Dürr den Gedenkstein verhüllt haben
„Den Richtigen ein Denkmal. Nicht den Alt-Nazis“ steht auf der Plane, mit der Katharina Schulze und ihr grüner Fraktionskollege Sepp Dürr den Gedenkstein verhüllt haben

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

In München erinnert ein neues Denkmal an die Frauen und Männer, die nach Kriegsende die bayerische Hauptstadt wieder aufgebaut haben. Nach Ansicht der Grünen werden damit aber die Falschen geehrt.

Katharina Schulze ist 28 Jahre alt, Vorsitzende der Münchner Grünen und seit Oktober Abgeordnete des Bayerischen Landtags. Erste politische Erfahrungen hat sie also schon gesammelt. Und sie weiß auch, was ein Shitstorm ist. Was sie aber derzeit erlebt, verschlägt ihr fast die Sprache. „Krass“ nennt sie den massiven Hass, den sie zu spüren bekommt.

„Weg mit der Schnepfe“ ist noch eine der harmloseren Beschimpfungen. Auf Facebook gibt es eine eigens eingerichtete Seite, auf der ihr Rücktritt gefordert wird. „Braunen Sack drüber und Schlinge drum!“, heißt es in einem der Kommentare. Grüne „Politdilettantin“. Die Seite wurde schon mehr 100 Mal geteilt. Hinter einer Flut von Hassmails vermutet Schulze eine „konzentrierte Aktion“ rechter Gruppierungen, denn es tauchten immer wieder dieselben Textbausteine auf.

Ehrung der Aufbaugeneration

Anlass für diese Empörungswelle im Internet ist die Verhüllung eine Denkmals für Trümmerfrauen an der Münchner Alfons-Goppel-Straße, auf halber Strecke ungefähr zwischen Maximilianstraße und Bayerischer Staatskanzlei. Auf einem schlichten Felsbrocken ist dort in goldenen Buchstaben zu lesen: „Den Trümmerfrauen und der Aufbaugeneration Dank und Anerkennung München nach 1945“. Und in einem Nachsatz: „Im Wissen um die Verantwortung“.

 

Dieser Gedenkstein vermittle ein völlig falsches Bild, sagt Schulze und beruft sich auf Recherchen des Münchner Staatsarchivs. Demnach habe es in München nach Ende des Krieges kaum Trümmerfrauen gegeben. Es seien vor allem Alt-Nazi gewesen, die zwangsverpflichtet wurden, beim Aufräumen und Wiederaufbau zu helfen, um sich ihre Essenmarken zu verdienen. Unter den rund 1500 Personen, die damals im Einsatz waren, sollen nur 200 Frauen gewesen hat.

Denkmal mit Plane verhüllt

„Wir wollen die Leistungen von Trümmerfrauen nicht schmälern“, versichert Schulze. In Städten wie Hamburg oder Berlin hätte ein solches Denkmal seine Berechtigung. In München aber habe es die Trümmerfrauen eben so nicht gegeben. „Den richtigen ein Denkmal. Nicht den Alt-Nazis“ steht daher auf der Plane, mit der Schulze und ihr grüner Fraktionskollege Sepp Dürr das Denkmal verhüllt haben. Das war am vergangenen Donnerstag.

Die Plane ist längst wieder eingerollt. Die empörten Reaktionen aber reißen nicht ab. Dürr spricht von einen „Kampf um die Geschichtsdeutung“. Ihm gehe es darum, die Vergangenheit aufzuarbeiten und über eine angemessene Erinnerungskultur zu diskutieren. Stattdessen beobachte er jedoch gerade bei der Generation der Enkel ein ausgeprägtes Bemühen, die Generation ihrer Großeltern von jeglicher Schuld freizusprechen. Der Gedenkstein ist nach Ansicht Dürrs eine solche Freisprechung.

In München wurde schon seit Jahren über ein Denkmal für Trümmerfrauen gestritten. Vier Mal hatte der Münchner Stadtrat dagegen gestimmt, zuletzt 2007. Der Verein „Dank und Gedenken der Aufbaugeneration, insbesondere der Trümmerfrauen e.V.“ konnte das Vorhaben schließlich umsetzten, nachdem der Freistaat Bayern dafür ein entsprechendes Gelände zur Verfügung gestellt hatte. Im Mai wurde der Gedenkstein aufgestellt und im September feierlich geweiht.

Dem NS-Regime zu Dienste gewesen

In der Antwort auf eine Anfrage des grünen Abgeordneten Dürr stellt auch Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) fest, dass „unbestritten in München die Arbeit der ,Trümmerfrauen’ eine geringere Rolle gespielt hat als in anderen deutschen/bayerischen Städten“. Dass bei der Trümmerbeseitigung überwiegend Männer und Frauen zum Einsatz kamen, die dem NS-Regime „zu Dienste gewesen waren“, sei für die Gesamtwürdigung des Denkmals ein sehr wichtiger Gesichtspunkt.

Spaenle wehrt sich denn auch gegen den Vorwurf der Grünen, „Geschichtsklitterung“ zu betreiben. Das sei eine „plumpe“ Unterstellung, sagte Spaenle im Gespräch mit der „Welt“. Schon bei der Aufstellung des Gedenksteins habe er darauf hingewiesen, dass die Erinnerung an die Aufbaugeneration immer vor dem historischen Hintergrund der deutschen Verantwortung für die Shoah stehe. Daher habe für diesen Nachsatz „Im Wissen um die Verantwortung“ auf dem Gedenkstein gesorgt.

Auch Spaenle hat in den vergangenen Tagen dutzende Mails bekommen – von Menschen, die sich durch die Aktion der Grünen zu Unrecht diffamiert fühlten, wie er sagt. So seien nach Kriegsende etwa auch Studenten verpflichtet worden, bei den Aufräumarbeiten zu helfen und einen „Räumschein“ zu erwerben, den sie dann an der Universität vorlegen mussten. Und so wirft Spaenle den Grünen vor, mit ihrer Kritik an dem Gedenkstein selbst „Geschichtsklitterung“ zu betreiben.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article122749392/Gruene-wollen-keinen-Gedenkstein-fuer-Truemmerfrauen.html

 

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