12.06.17 – Eigenartikel

Kommen wir heute zu einem sehr eigenartigen Vermisstenfall, der sich am 08.07.2014 in Bulgarien/Varna am Goldstrand ereignete. Der damals 28-jährige Lars Mittank, ca. 1.80 groß und 85 kg schwer, verbrachte dort am Goldstrand zusammen mit zwei Freunden eine Party-Woche.

Am 07.07.14 ereignete sich eine Schlägerei zwischen zwei Einheimischen und Lars Mittank, bei dem er am Ohr verletzt wurde und unter starkem Schwindel litt und schlimmen Ohrenschmerzen klagte. Dies war der Abreisetag, so dass die Drei einen örtlichen Ohrenarzt aufsuchten, der bei Lars Mittank einen Trommelfellriß und Fluguntauglichkeit attestierte.

Die jungen Männer entschlossen sich dazu, Lars Mittank vor Ort zurückzulassen und nach Hause zu fliegen, da alle Drei davon ausgingen, dass Lars im örtlichen Krankenhaus Varna stationär aufgenommen würde, was jedoch später nicht der Fall war, da Lars sich plötzlich dazu entschloss, die notwendige OP in Deutschland zu veranlassen. Der behandelte Arzt verschrieb Lars daher das Medikament CEFZIL 500, das er allerdings, wie sich ebenso später herausstellte, nie einnahm.

Es wurde Abend, so dass Lars sich in einem ihm unbekannten Varna Stadtteil ein einfaches Hotel nahm. Aus seinem Hotelzimmer rief er seine Mutter in Deutschland an und teilte ihr mit, dass er sich verfolgt fühle, dass in diesem Hotel „eigenartige Dinge“ vorgingen und sie doch bitte die Kreditkarte sperren lassen soll. Er legte auf.

Er flüchte plötzlich panisch aus dem Hotel und versteckte sich auf einem Garagendach, wo er erneut seine Mutter anrief und ihr mitteilte, dass „sie“ ihm weiter verfolgen und er sich daher „höher“ gelegen in Sicherheit gebracht hatte. Er legte auf. Einige Zeit später sandte er seiner Mutter eine SMS und fragte, was den „CFL 500“ sei. Dann erfolgte ein Anruf mit der Mitteilung, dass „sie“ ihm nicht fahren oder fliegen ließen.

Stunden später flüchtete er zur Hauptstraße und nahm sich dort ein Taxi Richtung Flughafen Varna, dies können der Fahrer sowie eine Dame bestätigen, die Lars Mittank ziemlich panisch und mit großen Pupillen beschrieben. Er traf gegen 06.00 h am Flughafen ein und wirkte laut Videoaufnahmen ruhig. Eigenartig ist hier, dass zwischen 06.00 h – 09.00 h keine eigenartigen Aktionen seitens Lars Mittank aufgenommen wurden.

Gegen 09.00 h suchte er ruhig den Flughafenarzt auf, die Besprechung dauerte ca. vierzig Minuten. Als ein Flughafenangestellter den Behandlungsraum betrat, flüchte er panisch aus dem Raum, ließ sein Reisegepäck zurück. Er rannte durch den Flughafen, wurde vor der Eingangstür langsamer, drehte sich rum, fasste im Gehen in seine Tasche, lächelte und eilte über dem Parkplatz zum Flughafen-Zaun, überkletterte den 2.50 m hohen Zaun und verschwand dann für immer.

Es fanden zahlreiche Suchaktionen statt, auch mit Spürhunden, aber Lars Mittank blieb verschwunden. Das sind die traurigen Fakten.

Was könnte sich ereignet haben?

  • Seine mitreisenden Freunde berichteten, dass Lars während des Aufenthaltes fast nichts aß. Ich gehe davon aus, dass diese Angabe stimmig ist.
  • Es wurde, wie bei jungen Männern üblich, reichlich Alkohol konsumiert und vielleicht auch eine Droge.
  • Die Nacht wurde durchgemacht, mit wenig Schlaf.
  • Es gab eine Kopf- und Ohrverletzung, Trommelfellriss und Gehirnerschütterung (?).
  • Es ereignete sich ab dem 07.07.14 Stress. 

Ob Lars Mittank sein Medikament nahm? Hier gehen die Meinungen auseinander. Da die Packung vollständig aufgefunden wurde, sage ich einmal nein.

Wir haben demnach einen durch Hunger und Flüssigkeitsmangel geschwächten Organismus mit zwei schweren körperlichen Schädigungen in Form eines Trommelfellrisses und einer leichten Gehirnerschütterung. Dieser ohnehin gestresste Körper wird noch weiterer Stress durch die Arztbesuche zugemutet. Es war garantiert noch Restalkohol im Körper, zudem schwerer Schlafmangel.

Es ist nicht auszuschließen, dass sich das eigenartige Verhalten als Psychose mit Schizophrenie manifestierte, was den Verfolgungswahn erklärt. Er sprach von „sie“, die ihn verfolgen, beobachten und ihn daran hindern, zu fahren oder zu fliegen.

Ich stimme der Mutter zu, dass sich Lars Mittank heute noch in Bulgarien aufhält, vielleicht aufgrund einer Gehirnblutung sein Gedächtnis verlor und nicht mehr weiß, wer er ist oder woher er stammt. 

Lars wurde das letzte Mal am 08. Juli 2014 am Flughafen in Varna (Bulgarien) gesehen. Er ist vermutlich verletzt und desorientiert!

Sollten Sie Informationen haben, oder Lars gesehen haben, wenden Sie sich bitte an die Detektei +49 151 61378673, die Polizei 112 oder schreiben Sie eine E-Mail an guetig.findet_lars@web.de

Findet Lars Mittank

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