14.04.2017  – Eigenartikel


1945 – 

Kriegsverbrechen gegen Deutsche

Dieser Artikel ist meiner Oma gewidmet, die auch in den Kriegswirren des Zweiten Weltkriegs nie ihren Glauben verlor und auch Flucht und Vertreibung gottesfürchtig ertrug!


Kapitelübersicht

1.1 Vorwort 3
1.2 Vorgeschichte 5
1.2.1 Adolf Hitler wird Reichkanzler 8
1.2.2 Das Deutsche Reich 1933 – 1939 9
2.0 KRIEGSVERBRECHEN GEGEN DIE DEUTSCHEN 22
2.1 Luftangriff auf Hamburg 22
2.2 Luftangriff auf Dresden 23
2.3 Luftangriff auf Swinemünde 25
3.0. KRIEGSVERBRECHEN  POLENS 26
3.1 Bromberger Blutsonntag 26
3.2. Polens Vernichtungspolitik 28
3.3 Polnisches KZ für Volksdeutsche 29
4.0 TSCHECHISCHE KRIEGSVERBRECHEN 31
4.1 Gewalt gegen Waffen-SS 31
4.2 Massaker von Aussig 31
4.3. Massaker von Aussig-Kleische 32
4.4 Massaker von Glaserhau 32
4.5. Prager Maiputsch 33
4.6 Massaker von Prerau 34
4.7 Brünner Todesmarsch 35
4.8 Massaker von Mährisch-Trübau 39
4.9 Massaker von Saaz/Postelberg 39
4.10 Tschechische KZ für Volksdeutsche 41
5.0 SOWJETISCHE KRIEGSVERBRECHEN 47
5.1 Massaker von Metgethen 43
5.2 Massaker von Schulzenwalde 44
5.3 Massaker von Nemmersdorf 44
4.4 Massaker von Grischno 45
5.5 Massaker von Broniki 45
5.6 Massaker von Alt-Wüsterwitz 45
5.7 Massaker von Wildenhagen 46
5.8 Massaker von Demmin 46
5.9 Massaker von Treuenbrützen 46
5.10. Russische KZ für Volksdeutsche 46
6.0 KRIEGSVERBRECHEN DER VSA 47
6.1 Rheinwiesenlager 47
6.2 Massaker von KZ Dachau 49
7.0 KRIEGSVERBRECHEN DER FRANZOSEN 53
7.1 Dormettingen 53
7.2 Verbrechen gegen die Waffen-SS 54
7.3 Massenvergewaltigung in Freudenstadt 55
7.4 General Gerol Lecter 55
8.0 Nachwort 56
8.1 Quellennachweis 57

Kapitel 1

1.1 VORWORT

Sommer 1945: Der Zweite Weltkrieg endet.

Er war der erste Weltkrieg in der Geschichte, in dem gezielt die Zivilbevölkerung einbezogen wurde, durch flächendeckende, gezielte Bombardierung von Städten und Dörfern. Er war der erste Krieg in der Geschichte, der die gesamte Zivilbevölkerung als Geisel des Schreckens nahm.

Als die Waffen verstummten, starben in Europa Millionen Menschen, unschuldige Zivilbevölkerung an dessen Auswirkungen. Zahlreiche Städte wurden durch Bombardierungen ausgelöscht, die Menschen fingen in der Stunde Null an, diese Städte wieder aufzubauen.

Diese Menschen erlitten die Hölle. Aber für andere begann erst jetzt zu dieser Stunde Null ihre Hölle. Millionen Deutsche wurden aus ihrer Heimat gewaltsam vertrieben  – weil sie Deutsche waren.

In den letzten Tagen des Krieges erlitten wiederum andere Deutsche ihre Hölle – sie wurden gefoltert, brutal hingerichtet; weil sie Deutsche waren.

Diesen unschuldigen Deutschen widme ich auch dieses Buch.

Ich werde stellvertretend für die Opfer ihr Leiden in diesem Buch aufzeigen.

1.2 VORGESCHICHTE

Welche historischen Ereignisse führten zur größten Katastrophe der Menschheitsgeschichte?

Jedes geschichtliche Ereignis hat seine Wurzeln, so auch der Zweite Weltkrieg. Die Wurzel dieses Ereignisses waren die europäischen Bündnisverpflichtungen der einzelnen Staaten zueinander.

Bevor wir beginnen, müssen wir einen Blick zurück auf den Beginn des Deutschen Reiches werfen, zurück zum Jahre 1871 und anschließend auf das Jahr 1918. Wir lassen jedoch die Geschichte des ersten Weltkrieges vollständig aus.

1871. Frankreich hatte den Krieg gegen das Deutsche Kaiserreich verloren. Im Spiegelsaal von Versailles wurde König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser gekrönt.

Frankreich wurde mit der Krönung eines deutschen Kaisers ausgerechnet in Versailles zutiefst gedemütigt. Es war verständlich, dass Frankreich nach Rache für diese nationale Demütigung durch das Deutsche Reich rief. Frankreich wartete fortan nur auf den richtigen Zeitpunkt, sich hierfür an das Deutsche Reich zu rächen und diesem diese Demütigung zurückzuzahlen.

Diese Gelegenheit bot sich schließlich im Jahre 1918.

1918: Am 11.11.1918 kapitulierte das Deutsche Kaiserreich, der 1. Weltkrieg war zu Ende. Das Deutsche Kaiserreich lag wirtschaftlich zerschlagen am Boden. Millionen Deutsche hungerten, Seuchen und Krankheiten schlugen um sich. Die Deutschen wollten keine Fortsetzung der Kriegshandlungen, denn die Nahrungsmittelversorgung stand jetzt für sie im Vordergrund.

Dennoch sollte die deutsche Marine zu einem letzten Schlag gegen die englische Flotte auslaufen und die britische Marine schlagen. Es ging um die deutsche Ehre. Die einfachen Matrosen hatten, wie das deutsche Volk, allerdings genug vom Krieg und verweigerten folgerichtig den Befehl. Wir alle wissen, dass der Matrosenaufstand von Kiel die Folge dessen war. Binnen weniger Tage griff der Matrosenaufstand in Deutschland um sich, Arbeiter- und Soldatenräte wurden gegründet, die Reichsregierung trat zurück. Auch der deutsche Kaiser musste letztendlich widerwillig zurücktreten. Es wurde die  Weimarer Republik als Nachfolgerin des Deutschen  Kaiserreiches gegründet. Die erste demokratische Regierung unter Friedrich Ebert als Reichspräsident.

Frankreich erhielt nun die Gelegenheit, sich an das Deutsche Kaiserreich für seine Demütigung zu rächen. Die Siegermächte, VSA, Frankreich, England und Russland, stellten sehr harte Bedingungen für die Anerkennung der deutschen Kapitulation.

Die deutsche Reichsregierung kam allen Forderungen des VSA-Präsidenten Wilson nach, denn die Kriegshandlungen  an der Front gingen ungehindert weiter. Dennoch verlangte der VSA-Präsident Wilson die Abdankung des deutschen Kaisers und die sofortige Einsetzung einer demokratischen deutschen Reichsregierung. Die Erfüllung dieser Forderung war deutlich schwieriger, denn der deutsche Kaiser dachte gar nicht an seiner Abdankung. Vielmehr wollte er an der Spitze mit der von der Westfront zurückströmenden Reichswehr zurück nach Berlin reiten und mit den Soldaten dort für Recht und Ordnung sorgen, denn in Berlin tobte der Spartakus-Aufstand.

Der amtierende Reichskanzler Max von Baden hatte jedoch keine Zeit mehr. Der deutsche Kaiser musste sofort abdanken, denn die Siegermächte drohten mit dem  Einmarsch nach Deutschland und der Fortsetzung aller Kampfhandlungen an der Front. In seiner Not erklärte er eigenmächtig öffentlich die Abdankung des deutschen Kaisers und übergab ebenso eigenmächtig die Regierung an Friedrich Ebert als Kanzler. Der Kaiser schäumte vor Wut, sah jedoch zwei Wochen später die Notwendigkeit seiner Abdankung ein. Er unterschrieb in Spa seine Abdankungserklärung als Kaiser und König.

Bereits am 03.03.1918 konnte mit Russland zwischenzeitlich Frieden geschlossen werden. Denn in Russland tobte ein Bürgerkrieg, die russische Kaiserfamilie wurde getötet, an der Ostgrenze tobte ein Krieg mit Japan. Weder dem Deutsche Reich noch Russland lag etwas an der Fortsetzung der Kriegshandlungen. Es wurde der Friedensvertrag von Brest-Litowsk unterzeichnet.

Der deutsche Kaiser trat zurück, die Regierung übernahm eine demokratische Regierung. Die Siegermächte diktierten der Weimarer Republik den Diktatfrieden von Versailles.

Wesentlich war hier, dass dem Deutschen Reich die alleinige Kriegsschuld am ersten Weltkrieg aufgebürdet wurde. Die deutsche Wirtschaft sollte vollkommen zerschlagen werden, die Weimarer Republik durch unmöglich zu erfüllende Zahlungsbedingungen nie mehr wirtschaftlich auf die Beine kommen.

Ebert hatte keine andere Wahl. Er musste diesen Schandfrieden unterzeichnen. Tatsächlich lag die deutsche Wirtschaft geplättet am Boden. Es herrschten Hungersnöte, Millionen Männer waren im Krieg gestorben, verwundet oder vermisst. Letztendlich wurde der Vertrag von Deutschland unterzeichnet.

Die wesentlichen Punkte im Versailler Diktatfrieden  waren:

  • Deutschland muss Elsass und Lothringen an Frankreich abgeben.
  • Deutschland muss Westpreußen und Posen an Polen abgeben.
  • Frankreich besetzt das Rheinland und das Saargebiet für 15 Jahre.
  • Deutschland darf in einem 50 km langen Streifen rechts vom Rhein keine Soldaten stationieren.
  • Österreich und Deutschland dürfen sich nicht zusammenschließen.
  • In Deutschland darf es keine allgemeine Wehrpflicht geben. Es darf nur noch ein Berufsheer von 100000 Mann behalten.
  • Deutschland darf keine Panzer, U-Boote, Schlachtschiffe oder Kriegsflugzeuge besitzen.
  • Deutschland verliert alles Vermögen im Ausland.
  • Deutschland muss jahrzehntelang sehr hohe Kriegsentschädigungen (=Reparationen) zahlen.
  • Deutschland muss anerkennen, dass es allein Schuld am Ausbruch des Krieges und an all seinen Folgen trägt.
  • Deutschland muss alle Kolonien abtreten.

Frankreich hatte sich mit diesem Vertrag für die Schmach von 1871 an das Deutsche Kaiserreich gerächt.

England hatte sein Ziel, die Vernichtung der Deutschen und der Zerschlagung der deutschen Wirtschaft, erreicht.

Die VSA konnten ihre Absatzmärkte mit der Weimarer Republik erweitern.

Rußland kämpfte mit internen Problemen.

Diese Forderungen wurden erfüllt. Die Wirtschaft kam durch Strafzahlungen nicht mehr so recht in Gang. Die Deutschen wollten keine Demokratie und lehnten das demokratische System ab, mussten allerdings mit dieser ungewohnten Neuerung leben. Von 1918 bis 1933 reihten sich eine Reichsregierung an die andere an, das politische System kam zum Erliegen. Reichspräsident Hindenburg riss das Regierungsruder an sich, um ein gänzliches Chaos zu verhindern und regierte seinerseits mit den Notverordnungen.

Es herrschten Not, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit.

Bis 1933. Dann kam die Wende für Deutschland.

1.2.1 Adolf Hitler wird deutscher Reichskanzler

Wir kommen nun langsam zum Wesentlichen dieses Essays. Wir hatten die Vorgeschichte erfahren und gelernt, dass Deutschland durch unmöglich zu erfüllende Kapitulationsauflagen und Strafzahlungen der Siegermächte langfristig gesellschaftlich und wirtschaftlich geschadet werden sollte.

Die Folgen dieser Auflagen waren, dass die Wirtschaft nicht richtig in Gang kam und Millionen Deutsche keine Arbeit fanden. Die Schlangen vor den Arbeitsämtern reichten um mehrere Häuserblocks. Durch die einsetzende Inflation der deutschen Wirtschaft stiegen die Lebensmittelpreise, so dass zur Stabilisation immer mehr Geldscheine mit immer höheren Scheinwerten gedruckt wurde.  Die Arbeiter mussten am Zahltag ihr Wochenlohn mit Schubkarren zum Laden fahren und dort Schlange stehen. Denn es gab in den Läden immer weniger zu immer höheren Preisen zu kaufen. Die Wartenden bangten darum, dass ihr Schubkarrengeld, als sie an der Reihe der Kaufenden kamen, noch für ein Kanten Brot ausreichte, denn die Preise änderten sich sekündlich.

Immer weniger Menschen konnten diese Preise für Lebensmittel zahlen. Millionen Menschen hungerten, waren arbeitslos und sahen düster in ihre Zukunft. Es herrschte Mutlosigkeit und Ärger auf die unfähige Reichsregierung. Und Hass auf die Siegermächte.

Diese erfreute die verzweifelte Stimmungslage der Deutschen, denn sie hatten ihr gestecktes Ziel erreicht und sahen sich fast am Ziel ihres Planes. Doch sie sollten sich täuschen. Denn was nicht für möglich gehalten wurde, geschah wie durch ein Wunder: Adolf Hitler wurde Reichskanzler.

Dieser versprach den Deutschen Wohlstand, Arbeit und vor allem die Rückabwicklung der Diktatauflagen der Siegermächte, notfalls mit Gewalt. Er setzte die Strafzahlungen für die deutsche Kriegsschuld an den Siegermächten aus und nutzte das zurückbehaltene Geld für den Aufbau der deutschen Wirtschaft.

Er erkannte, dass die unfähige demokratische deutsche Regierung schuld an das Debakel der Deutschen war und nur eine stramme, schlanke Regierung den Deutschen aus ihrer Notlage retten würde. Hitler begann daher mit dem Umbau der Regierung. Die Entscheidungsgewalt lag nunmehr in einer Person, in seiner. Die öffentliche Verwaltung wurde gestrafft. Erste Erfolge zeichneten sich ab. Die Gesamtlage der Deutschen verbesserte sich.

Adolf Hitler vergab öffentliche Aufträge an die Privatwirtschaft, ließ Autobahnen bauen sowie Eisenbahnlinien und Brücken. Nasse Landflächen wurden aufwändig trockengelegt. Die Privatwirtschaft strebte auf, es herrschte erstmals Vollbeschäftigung. Die Arbeiter konnten sich nunmehr Güter leisten, deren Kauf vormals undenkbar waren. Der Konsum vermehrte sich, die Wirtschaft wuchs. Durch die Urlaubsgesellschaft “Kraft durch Freude” war es den Arbeitern erstmals möglich, Urlaubsreisen zu buchen. Eine Sensation.

Die deutsche Wirtschaft wuchs und wuchs. Sie wurde für Deutschlands Nachbarn zu kräftig. Deutsche Exportprodukte mit der Marke “Made in Germany” verdrängten auf dem Weltmarkt mehr und mehr englische Produkte, in Folge ging der britische Gesamtexport jährlich deutlich zurück. Diese Entwicklung musste gestoppt werden. Ziel war es, die deutsche Wirtschaft zu zerschlagen.

1.2.2 Das Deutsche Reich von 1933 – 1939

Eine zeitliche Abfolge der historischen Entwicklung

Schauen wir uns erstmals die wirtschaftlichen, und vor allem politischen, Ereignisse in dem Zeitraum von 1933 – 1939 an. Wir müssen zunächst verstehen, welche Entwicklungen es im Deutschen Reich in diesem Zeitraum gab, bevor wir die wirklichen Hintergründe für diesen Zeitraum aufdecken, die die Siegermächte hinter dem Rücken des Deutschen Reiches planten.

Ab 1933 gab es einen wirtschaftlichen Aufschwung, es gab eine vorwiegend Konsumproduktion. Es stimmt nicht, dass die deutsche Wirtschaft für die Rüstung optimiert wurde, denn zunächst mussten Konsumgüter produziert werden, die die Arbeitenden ihrerseits käuflich erwarben, um die Gesamtwirtschaft in Gang zu bringen.

Es herrschte Vollbeschäftigung und eine gesellschaftliche Hochstimmung.

Diese unerfreuliche deutsche Entwicklung wurde von seinen Nachbarn mit größtem Missmut und Misstrauen begegnet, denn Deutschland schien sich erneut zu erholen. Zudem besaß Deutschland die Unverfrorenheit, seine Strafzahlungen eigenmächtig auszusetzen.

Hitler hielt sich vorerst außenpolitisch zurück. Er wusste, dass Deutschland streng von seinen Nachbarn beobachtet wurde und wollte keinen Anlass für Feindseligkeiten geben. Als er jedoch mit der Zeit begriff, dass seine außenpolitische Zurückhaltung nicht auf fruchtbaren Boden fiel und die Provokationen der Nachbarn stiegen, sah er keinerlei Anlass mehr, sich auf irgendeine Art und Weise politisch und wirtschaftlich zurückzuhalten.

Er setzte nunmehr seine außenpolitischen Wahlkampf-Versprechungen an das deutsche Volk Schlag auf Schlag um, denn er wollte und musste keine Rücksicht auf seine Grenznachbarn mehr geben.

Saarland

Gemäß Bedingung des Versailler Vertrages ging das Saarland 1920 für 15 Jahre an Frankreich über. 1935 endete diese Frist. Die Saarländer konnten nunmehr in einer Volksabstimmung entscheiden, ob sie fortan zu Frankreich oder zum Deutschen Reich gehören wollten. Frankreich war sich sicher, dass die Entscheidung auf Frankreich fallen würde, da das Saarland für Frankreich wirtschaftlich bedeutend war.

Am 13.01.1935 fiel die Entscheidung der Saarländer dagegen zu knapp 90% auf das Deutsche Reich. Frankreich wurde erneut gedemütigt. Am 01.03.1935 erfolgte die Übergabe des Saarlandes an das Deutsche Reich.

Hitler verzichtete daher in einer Rundfunkansprache im Gegenzug auf die Übergabe von Elsass-Lothringen von Frankreich an das Deutsche Reich.

Dieser Verzicht auf Elsaß-Lothringen sollte Frankreich friedlich stimmen und ein Beweis für die Friedensliebe Hitlers sein.

Das Ruhrgebiet und das Rheinland

Gemäß des Versailler Vertrages wurde das Ruhrgebiet entmilitarisiert, das bedeutet, dass sich die Reichswehr gänzlich aus dem Ruhrgebiet zurückziehen musste. In den folgenden Jahren konnte die Weimarer Republik die unmöglich einzuhaltenden Strafzahlungen an die Siegermächte nicht mehr bedienen, so dass in Folge dessen zweimal das Ruhrgebiet von Frankreich und von Belgien militärisch besetzt wurde: 1921 und 1923.

Im Jahre 1925 wurde in Locarno von den beteiligten Siegermächten und der Weimarer Republik vereinbart, dass zukünftig keinerlei Verträge gegeneinander abgeschlossen werden sollten.

Im Wesentlichen wurden die bestehenden Landesgrenzen gegenseitig garantiert und vereinbart, dass keine Verträge gegeneinander vereinbart werden.

Im Jahre 1935 allerdings wurde Hitler offenbart, dass Frankreich mit Russland einen Beistandspakt GEGEN das Deutsche Reich unterzeichnet hatte. Dies ist ein bewusster Vertragsbruch des Locarno-Vertrages von 1925.

In Folge dessen sah sich Hitler ab 1935 auch nicht mehr an die Bedingungen des Locarno-Vertrages gebunden.

Hitler verhandelte daher seinerseits mit der Republik Polen und Beide unterzeichneten einen Nichtangriffspakt gegen Frankreich.

Am 07.03.1936 marschierten deutschen Truppen in das Ruhrgebiet und in das Rheinland ein und wurden dort von der Bevölkerung jubelnd empfangen.

Versailler-Vertrag und die deutsche Abrüstung

Im Versailler Vertrag war klar von allen Vertragspartnern eine militärische Abrüstung vereinbart. Als erster Staat sollte das Deutsche Reich bzw. die Weimarer Republik ihre Reichswehr abrüsten. Sodann sollten die anderen Vertragspartner ihr Militär abrüsten.

Die Weimarer Republik kam dieser Auflage vollumfänglich nach.

  1. Das deutsche Heer wurde auf 100.000 Mann reduziert;
  2. Die deutsche Marine wurde auf 15.000 Mann reduziert und
  3. die Luftwaffe gänzlich abgerüstet.

Als nun Frankreich, England und die VSA ihrerseits ihr Militär abrüsten sollten, folgten nur fadenscheinige Ausreden und Hinhalteversprecher.

Denn England, Frankreich und die VSA dachten gar nicht an Abrüstung, sondern rüsteten ihrerseits beständig gegen das Deutsche Reich auf. Sie modernisierten sogar ihre Truppen vollständig. Im Jahre 1933 war das Deutsche Reich den Siegermächten 12-fach unterlegen. Zählt man die Reserve hinzu, sogar 1:97!

Der Deutschen Reichswehr standen 1933 Folgendes gegenüber:

Heer:  Einwohner: Luftwaffe:

Franzosen: 655.000 4.5 Millionen 3.100 Fliegern

Belgier: 66.000 0.6 Millionen/England: 1.800 Fliegern

Polen: 298.000 3.2 Millionen 700 Fliegern

Litauer: 32.000 0.15 Millionen/VSA : 1.800 Fliegern

Russen: 885.000 /Italien: 1.700 Fliegern

Tschechen: 1.3 Millionen 670 Fliegern

Bei seinem Amtsantritt wurde Hitler sich dieser schrecklichen Tatsache bewusst. Deutschlands Nachbarn konnten ohne nennenswerten Widerstand der Reichswehr jederzeit in Deutschland einmarschieren und das Land vernichten. Was sollte sie davon abhalten?

Zu Hitlers großem Entsetzen erfuhr er, dass die Siegermächte gegen das Deutsche Reich ihr Militär aufrüsteten und modernisierten, obwohl sie gemäß des Versailler-Vertrages abrüsten sollten.

Hitler setzte daher auf Diplomatie. Bei den Genfer-Abrüstungsverhandlungen vom 02. Februar 1932 bis zum 11. Juni 1934 reichte das Deutsche Reich sechsmal Vorschläge zur Reduzierung von bestimmten Waffengattungen ein. Alle Vorschläge wurden von den Beteiligten ignoriert.

Um dem drohenden Einmarsch der Siegermächte in das Deutsche Reich zu verhindern, sah Hitler nur die Möglichkeit, die Reichswehr umgehend aufzurüsten.

Österreich

Im Versailler Vertrag wurde Österreich vom Deutschen Reich abgetrennt. Im Vertrag war ein Anschlussverbot Österreichs an die Weimarer Republik enthalten. Dennoch gab es in Österreich zahlreiche Anschlussbestrebungen an das Deutsche Reich, die von den Siegermächten stets untersagt wurden.

Aus Hitlers Sicht waren Österreich und das Deutsche Reich eine Einheit, die einen Gesamtstaat bildeten. 1938 gab es in Österreich eine sehr starke Volksbestrebung, die den Beitritt zum Deutschen Reich verlangte. Der österreichische Kanzler wollte diese Bestrebung mit einer Volksabstimmung unterlaufen. Am 09.03.1938 ließ er daher verlauten, dass es am 13.03.1938, also nur vier Tage später, eine Volksabstimmung über die Frage gäbe, ob Österreich sich dem Deutschen Reich anschließt oder nicht. Die Vorbereitungsfrist war für eine erfolgreiche Volksabstimmung viel zu kurz. Die Abstimmungszettel enthielten nur ein “NEIN” zum Beitritt. Wer mit “JA” stimmen wollte, musste ein eigenes Blatt zur Abstimmung mitbringen. Erschwerend kam hinzu, dass Angestellte in Staatsbetrieben nur mit “NEIN” stimmen durften, außerdem erfolgte die Wahl in Staatsbetrieben namentlich und die Abstimmungszettel mussten dem Vorgesetzten zur Kontrolle vorgezeigt werden.

Der österreichische Innenminister protestierte gegen diese Art der Volksabstimmung beim österreichischen Kanzler, fand bei diesem jedoch kein Gehör. In seiner Not wandte er sich daher an seinem deutschen Amtskollegen, Reichsinnenminister Göring, und bat um militärische Hilfe.

Bei diesem und dem deutschen Reichskanzler Hitler fand er letztendlich offenes Gehör. Göring drohte dem österreichischen Kanzler mit einem deutschen Einmarsch, wenn diese Volksabstimmung nicht sofort abgebrochen würde. Der österreichische Kanzler trat im Anschluss zurück. Die deutsche Reichswehr marschierte später friedlich in Österreich ein und wurde von den Österreichern stürmisch und erleichtert empfangen.

In einer nachgeholten Volksabstimmung sprachen sich sagenhafte 99% der Österreicher für einen friedlichen Anschluss an das Deutsche Reich aus.

Hitler war sich bewusst, dass dieser Anschluss von den Siegermächten argwöhnisch verfolgt wurde. Um diplomatisch zu beweisen, dass es sich hierbei um einen friedlichen Reichsanschluss handelte, marschierten daher österreichische Soldaten in München ein und wurden von den Münchnern ebenso freudig empfangen.

Tschechoslowakei und die Sudetendeutschen

Die Tschechoslowakei war ein Kunstgebilde aus Tschechien und der Slowakei und bildete ein Viel-Völker-Staat, darunter auch den 3.1 Millionen Sudetendeutschen.

Im September 1938 kam es zu verschiedenen Pogromen von Tschechen gegen den Sudetendeutschen, wobei Tausende Sudetendeutschen starben. In Folge dessen verlangten die Sudetendeutschen den Anschluss des Sudetenlandes an das Deutsche Reich. Um das Anschlussbegehren der Sudetendeutschen ans Deutsche Reich zu verhindern, wurden in über dreizehn deutschen Gebieten in der Tschechoslowakei das Kriegsrecht verhängt.

Letztendlich erfolgte die Übergabe der deutschen Gebiete und den Sudetendeutschen an das Deutsche Reich. In der Konferenz von München stimmten England, Frankreich und Italien dem Anschluss des Sudetenlandes an das Deutsche Reich zu.

Wir widmen uns dem  im Anschluss ein eigenes Kapitel in diesem Essay.

Das sog. “Memelland”

Das Memelland stand unter der Verwaltung des Völkerbundes und wurde gemäß dem Versailler Vertrags aus dem Deutschen Reich entrissen. 1920 marschierte Litauen in das Memelland völkerrechtswidrig ein und annektierte es.

Frankreich und England bestätigten das Eigentumsrecht Litauens an das Memelland nicht. Es kam zum Protest des Deutschen Reiches gegen die widerrechtliche Annektierung Litauens. Am 22.03.1939 kam es zur Übergabe des Memellandes an das Deutsche Reich. In diesem wurde eine Freihandelszone mit Polen vereinbart, um Polen die Überlassung des Memellandes an das Deutsche Reich schmackhaft zu machen.

Dennoch fühlte sich Polen durch diese Entwicklung bedroht.

Polen

Polen wurden Posen und einen Korridor zur Ostsee zugesprochen. Danzig und Ostpreußen wurden der Verwaltung des Völkerbundes übergeben und aus dem Deutschen Reich herausgelöst. Der polnische Korridor trennte Danzig und vor allem Ostpreußen vom Deutschen Reich. Beide Teilstaaten waren jedoch wirtschaftlich vom Deutschen Reich abhängig, insbesondere Ostpreußen war auf regelmäßige Warenlieferungen des Deutschen Reiches angewiesen.

Für die Versorgung Ostpreußens und Danzigs verlangte Polen vom Deutschen Reich Gebühren; dies war im Versailler Vertrag vereinbart. Die Gebühren war in Zloty, der polnischen Währung und nicht in Mark, zu entrichten.

Für das Deutsche Reich wurde es zunehmend schwerer, in dieser Währung die notwendigen Gebühren an Polen zu entrichten. Schließlich gelang es dem Deutschen Reich nur noch, die Gebühren in Mark an Polen zu entrichten, was Polen als Vertragsbruch ansah und nach und nach die Eisenbahnlinien für deutsche Züge nach Ostpreußen sperrte. Die lebenswichtigen Versorgungslinien nach Ostpreußen wurden von Polen gekappt.

Dies war die diplomatische Gesamtlage der Verhandlungen mit Polen in Kurzfassung. Hitler bot verschiedene diplomatische Angebote an Polen an, welche von polnischer Seite stets abgelehnt wurden.

Zwischenzeitlich bildeten Danzig und Ostpreußen die Konfliktpunkte zwischen dem Deutschen Reich und Polen. Es kam zu keiner rechten Lösung des Konflikts.

In Danzig verlangten 97 % der Deutschen den Anschluss an das Deutsche Reich, doch die Siegermächte, vertreten im Völkerbund, lehnten das Begehren ab.

1936 drohte Polen mit der Totalabriegelung von Ostpreußen von den deutschen Versorgungsgütern, wenn das Deutsche Reich weiterhin seine Gebühren mit Mark anstatt mit Zloty zahle.

Der Konflikt mit Polen drohte sich auszuweiten, Polen lehnte jegliches deutsche Angebot zur friedlichen Lösung ab.

1939 kam Hitler daher zum Entschluss, dass es Polen gar nicht auf eine friedliche Lösung des Konfliktes ankam und er beauftragte die Planung des “Fall Weiß”, dem präventiven Einmarsch in Polen, um dem Angriff Polens auf das Deutsche Reich zuvorzukommen. Allerdings setzte er weiterhin auf eine diplomatische Lösung der Versorgung von Danzig und Ostpreußen mit Versorgungsgütern.

Brüning unterbreitete seinerseits in London mehrere Kompromissvorschläge, um den drohenden deutschen Krieg mit Polen abzuwenden. Doch London spielte mit dem Deutschen Reich stets ein falsches Spiel.

Churchill seinerseits dachte gar nicht an einer  friedlichen Lösung des Konfliktes Deutschland mit Polen. Sein erklärtes Ziel war die vollständige Zerschlagung der deutschen Wirtschaft und dazu brauchte England Polen.

Zitat: “Was wir wollen ist, dass die deutsche Wirtschaft vollkommen zusammengeschlagen wird!” Churchill

Zitat: “Man muss mit den Deutschen leben, es wäre jedoch viel besser, man würde sie aus Europa vertreiben!” Pariser Botschafter

Hitler war von diesen gewaltsamen polnischen Übergriffen auf Volksdeutschen in Polen entsetzt. Entsprechend verschärfte sich auch der politische Ton gegen Warschau. Gleichzeitig versuchte Hitler, einen möglichen Krieg mit Polen zu verhindern und reichte erneut zahlreiche Lösungsvorschläge und Vermittlungsvorschläge an Polen ein, die allesamt von polnischer Seite ignoriert wurden. Bislang wurde aus Berlin kein Wort vom Krieg gegen Polen kommuniziert.

Letztendlich sah Hitler ein, dass Polen offenkundig nicht an einer friedlichen Lösung der bestehenden Probleme interessiert war und Gründe für einen offenen Konflikt mit dem Deutschen Reich suchte. Im Juni 1939 gab Hitler den Befehl, vorsorglich 52 Divisionen an der polnischen Grenze aufmarschieren zu lassen, um dem bevorstehenden polnischen Großangriff auf das Deutsche Reich zu begegnen.

Russland

Sie werden sich sicherlich bis hierhin fragen, weshalb bis zu dieser Stelle Russland nie erwähnt wurde. Nun, Russland hatte interne Probleme zu lösen und war zeitgleich mit anderen Kriegen an seiner Ostgrenze beschäftigt. Als diese endgültig gelöst wurden, konnte sich Stalin seiner Westgrenze zuwenden.

Stalin träumte von der Weltrevolution. Er sah ein, dass diese Revolution nur mit militärischer Gewalt durchgesetzt werden konnte. Die Rote Armee wurde daher auf Stalins Befehl, zu Lasten der russischen und ukrainischen Bevölkerung, aufgerüstet, um die Revolution in Europa auszuweiten.

1939 war die Rote Armee zum Krieg gegen Europa gerüstet. Im August 1939 versuchten England und Frankreich, Russland einen gemeinsamen Schlag gegen das Deutsche Reich schmackhaft zu machen, doch Stalin wiegelte ab. Denn Stalin wartete seinerseits auf eine günstige Gelegenheit, gegen das Deutsche Reich los zuschlagen.

Währenddessen versuchte Berlin den Ausgleich mit Russland, denn Berlin benötigt einen Nichtangriffspakt mit Russland, um sich gegen Polen abzusichern.  Außerdem sollte dieser Nichtangriffspakt England und Frankreich davon abhalten, gemeinsam das Deutsche Reich anzugreifen.

Stalin war sich durchaus bewusst, dass ein deutscher Angriff auf Polen auch England und Frankreich ins Boot holen würde; er wartete daher erstmals ab. Denn Stalins Ziel wäre dann erreicht: Krieg in Europa. Russland musste nur so lange warten, bis die Ressourcen der Beteiligten schwanden – dann konnte es losschlagen und die Revolution in Europa ausweiten.

Um Hitler in Sicherheit zu wiegen, schlossen Russland und Berlin am 23.08.1939 einen Nichtangriffspakt. Russland wendet nun seine Augen dem Deutschen Reich zu.

Am 26.08.1939 sollte der deutsche Feldzug gegen Polen stattfinden. Doch Hitler zögerte. Er wollte keinen Krieg mit Polen. Er bat nochmals London um Vermittlung in diesem Konflikt.

England sollte vermitteln. Ziele waren die Lösung der Polenfragen.

Berlin bot London einen deutsch-englischen Freundschaftsvertrag an und verhandelte mit London die Regelung aller deutsch-englischen Konflikte. Letztendlich sollen auch die Landesgrenzen in Europa verbindlich festgesetzt werden.

Berlin setzte daher, zur Vermeidung eines Krieges, erneut auf Diplomatie.

Doch London wich diesen deutschen Friedensbemühungen aus, denn London bestand seinerseits auf einen deutsch-polnischen Krieg und teilte dies auch Warschau mit.

Vereinigte Staaten von Amerika

Die VSA hielten sich aus den europäischen Konflikten heraus. Washington war jedoch bekannt, dass Berlin Moskau Ostpolen als Neutrale Zone zugestanden hatte, teilte diese Erkenntnis jedoch Warschau nicht mit. Washington stellte sich vorgeblich auf neutral.

Berlin gab nicht auf und sandte eine Verhandlungsnote nach der anderen an Warschau. Doch Warschau stellte sich auf taub.

Hitlers Geduld war langsam zu Ende! Er begriff, dass es Warschau nicht auf Frieden ankam.

Am 30.8.1939 versuchte Berlin erneut, Warschau einen Vermittlungsvorschlag zur Lösung des Konfliktes zuzustellen. Polen lehnt ab. Letztendlich wurden am 31.08.1939 die diplomatischen Verhandlungen mit Warschau beendet.

01.09.1939: Präventivschlag gegen Polen

Erneut kam es in Polen zu Pogromen gegen Volksdeutsche. Das größte polnische Massaker gegen Deutsche war des “Bromberger Massaker”

Am 04.09.1939 griff England erstmals deutsche Schiffe an. Am 05.09.1939 kam es zum U-Boot-Krieg gegen England. Hitler erließ am 06.09.1939 den Befehl, keine französischen Schiffe anzugreifen oder zu beschießen. Das Deutsche Reich versuchte eine friedliche Einigung mit Frankreich, das sich bislang aus den Kampfhandlungen heraushielt.

Am 10.09.1939 verletzten erstmals englische Truppen die Neutralität Belgiens, als sie dort einmarschierten. Am 11.09.1939 unterstützte England mit Truppenverbänden die französische Armee. In Frankreich standen 80 Divisionen nur 11 deutschen Divisionen entgegen.

In Polen kamen währenddessen die deutschen Truppen sehr gut voran. Polen ließ Landgebiete abbrennen, damit die deutschen Truppen kein Versorgungsmaterial beim Vormarsch fanden (Verbrannte Erde).

Russland

Am 07.09.1939 traf sich die russische Führung zu einer geheimen Besprechung in Moskau. Stalin war vom ungehinderten deutschen Vormarsch in Polen überrascht und sehr besorgt. Denn es zeigte sich ein deutscher Blitzsieg in Polen ab. Stalin ging vorher davon aus, dass die polnischen Truppen der Deutschen Wehrmacht mehr Widerstand entgegenbringen würden, was überraschenderweise nicht der Fall war.

Stalin beschloss den Einmarsch der Roten Armee in Ostpreußen.

Am 18.09.1939 hatte die Deutsche Wehrmacht ganz Polen besetzt. Am 19.09.1939 forderten England und Frankreich den Rückzug der russischen Truppen aus Ostpreußen und drohten Russland mit Krieg. Allerdings war diese Forderung nicht ernst gemeint, da beide Staaten den Krieg benötigen, um das Deutsche Reich zu vernichten.

Dies zeigte sich deutlich, als am 19.10.1939 eine geheime Aufforderung von England und Frankreich an Stalin erging, einen gemeinsamen Schlag gegen das Deutsche Reich durchzuführen.

Die Deutsche Wehrmacht stand am 16.09.1939 vor Warschau. Es erging die deutsche Aufforderung an Polen, die Stadt kampflos zu übergeben. Dies wurde abgelehnt. Es erfolgte eine zweite Bitte, die Stadt kampflos zu übergeben, um wenigstens die Zivilbevölkerung zu schützen. Auch diese Bitte verging tatenlos.

Über Warschau wurden Flugblätter mit der Bitte um eine friedliche Übergabe Warschaus abgeworfen. Keine Reaktion. Am 26.09.1939 wurde Warschau sturmreif geschossen, am 27.09.1939 fiel Warschau. 40.000 Zivilisten verloren sinnlos ihr Leben. Der Warschauer Kommandant hatte auf die friedliche Übergabe der Stadt an die Deutsche Wehrmacht nicht reagiert. An seinen Händen klebte das Blut der gestorbenen Warschauer.

Nach 29 Tagen war Polen von der Deutschen Wehrmacht gänzlich eingenommen worden.

Berlin setzte die diplomatischen Verhandlungen mit London und Paris während des Krieges in Polen ungemindert fort.

Im Oktober 1939 richtete Berlin an England und Frankreich ein Friedensangebot. Doch das erklärte Ziel von England und Frankreich war es nach wie vor, das Deutsche Reich zu zerschlagen. Ihnen kam es nicht auf die Rettung Polens an. Die deutsch-englische Seeschlacht wurde fortgesetzt.

Angriff Rußland auf Finnland

Am 30.11.1939 griff Russland ohne Kriegserklärung Finnland an. Doch die 160.000 finnischen Soldaten kämpften tapfer gegen die Rote Armee und leisteten dieser erheblichen Widerstand. Mit diesem Überfall auf Finnland begann der Zweite Weltkrieg in Europa.

130.000 russische Soldaten verloren bei den Kämpfen ihr Leben. Schließlich erfolgte im April 1940 die russische Kapitulation.

Die deutschen Friedensbemühungen gingen zwischenzeitlich weiter. Im Februar und März, sowie am 06.04.1940 bat Berlin England und Frankreich um Frieden und um ein sofortiges Ende des Polenkrieges. Dies wurde ignoriert.

Am 08.04.1940 wurde die Nordsee von englischen Schiffen mit Seeminen vermint. Schweden war somit für deutsche Handelsschiffe zugesperrt. Eine gefährliche Lage, da die deutsche Rüstungsindustrie auf schwedisches Eisenerz angewiesen war. Es erfolgte die deutsche Besetzung von Norwegen und Schweden, um den deutschen Eisenerznachschub zu gewährleisten.

Dies hatte allerdings die negative Folge, dass die deutsche Frontlinie nun weit überzogen war, so dass der Materialnachschub unter dieser Frontlänge litt.

Frankreich

England versorgte Frankreich mit Kriegsmaterial und Landtruppen Auch die VSA lieferten Kriegsmaterial, verhielten sich dennoch vorgeblich neutral.

Am 10.05.1940 besetzte England Island und sicherte sich dadurch den Zugang zum Nordatlantik. Gleichzeitig erfolgte der deutsche Präventivkrieg in Frankreich mit deutschem Einmarsch über die BENELUX-Staaten in Frankreich, um die englischen Nachschublinien zu schließen.

Schließlich wurde Frankreich am 15.06.1940 durch einen Blitzkrieg besiegt.

Hitler hoffte nach wie vor auf eine Einigung mit London und auf eine Beendigung aller Kriegshandlungen. Als Zeichen seines guten Willens verzichtet er auf die Zerschlagung der englischen Truppen in Belgien (Dünnkirchen). Doch dieser gute Wille wurde Hitler von London nicht gedankt. Im Gegenteil: London fasste dies als Schwäche auf.

Italien

Von Italien hatten wir bis hierhin noch nichts gehört. Am 22.07.1949 trat Italien in den deutschen Frankreich-Feldzug ein. Die Italiener wurden von den deutschen Soldaten als “Erntehelfer” verspottet. Berlin war über diesen italienischen Kriegsbeitritt irritiert.

Russland

Russland besetzte währenddessen die baltischen Staaten und Rumänien. Auch Staaten mit Volksdeutschen. Zwischen September 1939 – Juni 1940 brach Stalin sämtliche Nichtangriffspakte mit sechs Staaten. Doch England und Frankreich schwiegen. Es begann in diesen von der Roten Armee überrannten Staaten eine Schreckenszeit. [siehe eigenes Kapitel]

Doch auch hier schwiegen England, Frankreich und die VSA. Denn man benötigte Russland im Kampf gegen das Deutsche Reich.

Die deutsche Diplomatie ging weiter. Am 19.07.1940 unterbreitete Berlin London und Paris das dritte Friedensangebot. Am 07.07.1940 begann die deutsche Luftschlacht gegen England. Hitler versuchte so ein englisches Friedenseinlenken.

Italien Britisch-Somalia

In totaler Selbstüberschätzung erfolgte am 05.08.1940 der italienische Einmarsch in Britisch-Somalia. Am 13.08.1940 der Einmarsch in Britisch-Ägypten.

Im September 1940 lieferten die VSA fünfzig Zerstörer an England. Der amerikanische Seekrieg gegen die Deutsche Maria war eröffnet.

Beginn Wehrpflicht in Russland

Zum 01.09.1940 begann die Wehrpflicht in Russland. Millionen junger Männer wurden zur Roten Armee eingezogen.

Rumänien bittet Berlin um militärischen Beistand gegen Rußland. Berlin schickt deutsche Truppen zum Schutz der rumänischen Erdölfelder.

Deutsches Friedensangebote an England

In London war man erstmals über die zahlreichen deutschen Friedensangebote überrascht. Allein   24    deutsche Friedens- angebote oder -Gesuche lagen zwischenzeitlich dort vor! Auch internationale Politiker und Organisationen baten London um Frieden:

  • Dahlerus, schwedischer Industrieller;
  • Von Papen;
  • der Vatikan;
  • der König von Schweden;
  • der König von Spanien;
  • Dr. Ludwig Weissauer und
  • Dr. Josef Göbbels.

Doch Churchill waren diese Friedensbitten lästig. Dennoch war England dem Deutschen Reich militärisch weit unterlegen. Daher spielte Churchill auf Zeit, um die VSA und Russland mit England in ein Boot zu holen und gemeinsam gegen das Deutsche Reich los zuschlagen.

Zitat: Englische Kriegsdoktrin von 09/1940. Handlungsanweisung

“Der Feind ist das  Deutsche Reich, nicht etwa der Nazismus. Diejenigen, die das nicht begriffen haben, haben überhaupt nichts kapiert. Alle Möglichkeiten für einen Kompromiss sind passe, und jetzt muss der Kampf bis zum Ende geführt werden, und zwar bis zum bitteren Ende

Russland

Gleichzeitig entschloss sich Hitler dazu, die kommende Einkreisung Deutschlands und den bevorstehenden Feindeinmarsch in das Deutschen Reich zu entgehen. Es erfolgte der notwendige Präventivschlag gegen Russland.

Italien

Währenddessen setzte Italien seine Angriffe fort. Am 28.10.1940 fiel Italien in Griechenland ein, es folgte Jugoslawien. Doch zwischen 1940 – 1941 kämpfte England gegen Italien. Italien wurde geschlagen.

Italien bat Berlin um militärische Hilfe und Truppennachschub, um die Kämpfe in Afrika und dem Balkan fortsetzen zu können. Notgedrungen kam Hitler dem Gesuchen Italiens nach und entsandte Truppen. Binnen drei Wochen war Jugoslawien geschlagen, Griechenland in drei Monaten. Auch der Afrikafeldzug Rommels war erfolgreich.

Doch der Preis für die deutsche Hilfestellung war sehr hoch. Dies war auch Hitler vollkommen bewusst. Es wurden in Afrika notwendige Truppen gebunden, die für den Ostfeldzug dringend notwendig waren. Die deutsche Gesamtfront zog sich noch weiter auseinander, so dass die Nachschubwege länger wurden und das notwendige Kriegsmaterial nicht mehr pünktlich an die Kampffronten gelangte.

Dies war der Anfang vom Ende.

Deutscher Präventivschlag gegen Russland

Stalin erklärt die Rote Armee zur Angriffsarmee. 291 russische Flugplätze ließ Stalin in der Nähe der deutschen Grenze errichten bzw. erneuern, um mit russischen Kampfflugzeugen deutsche Stellungen anzugreifen.

Am 15.09.1941 erhielt Stalin von seinem Generalstab die Nachricht, dass das Deutsche Reich Russland beim Truppenaufmarsch zuvorkommen könnte. Hitler war seinerseits über den russischen Truppenaufmarsch bestens informiert. Es erfolgte am 22.07.1941 der Präventivschlag gegen Russland.

Die Deutsche Wehrmacht stand der größten Invasionsarmee der Geschichte gegenüber:

  • sechs Millionen Soldaten;
  • 25.000 Panzern und
  • 19.000 Flugzeugen.

Vom deutschen Truppenaufmarsch war die Rote Armee allerdings zuerst überrascht. Die Deutsche Wehrmacht schlug sich in Russland recht gut. Zwei Millionen russische Kriegsgefangene wurden in den ersten Wochen gemacht. Dennoch war Hitler auch über diesen Krieg mehr als besorgt. Zu Recht. Der russische T4-Panzer machte der Wehrmacht erheblichen Ärger. Es kam zum Ausfall von 20 % der deutschen Panzer.

600.000 deutsche Tote waren zu beklagen.

295.000 deutsche Verwundete und

20.000 deutsche Vermisste.

Zudem bereiteten Partisanen mit Heckenschützen der Wehrmacht zusätzliche Schwierigkeiten.

Heimlich wurde Russland auch von den VSA mit Kriegsmaterial beliefert, um gegen das Deutsche Reich zu kämpfen:

3.000 Flugzeuge;

4.000 Panzer und 100.000 KFZ, zudem Munition etc.

Im September 1941 setzte in Russland der Regen ein, der Boden verschlammte. Die Deutsche Wehrmacht kam nur noch schleichend voran. Am 02.10.1941 begann dennoch die deutsche Operation “Tayfun”  gegen Moskau.  Dort konnten 55 russische Divisionen in einem Kessel getrieben werden. Allerdings verschlimmerte sich die Versorgungslage der Deutschen Wehrmacht im Winter 1941.

Stalin befahl “Verbrannte Erde” in einem Quadrat von vierzig Kilometer Länge und dreißig Kilometer Breite.

In diesem Quadrat begannen russische Soldaten in deutschen Uniformen Gräueltaten an russischen Bauern. Sie ließen Überlebende zurück, die von deutschen Greueltaten berichten konnten.

Die deutschen Truppen fanden keine Nahrungsmittel mehr, der Nachschub brach vollständig zusammen.

Göbbels schlug eine Kleidersammlung für die Deutsche Wehrmacht in Russland vor. Doch der Oberkommandierende Jodel lehnte dies ab.

Zitat: “Im Winter?

Da sitzen wir in den warmen Häusern von Leningrad und Moskau!”[

Der deutsche Vormarsch geriet ins gänzliche Stocken. Über 1/3 der Fahrzeuge blieben liegen. Flugzeuge konnten wegen der Kälte nicht mehr gestartet werden. Am 16.10.1941 begann der Frost. Die Deutsche Wehrmacht stand ohne Winterkleidung schutzlos der Kälte ausgesetzt da. Die Versorgung brach gänzlich zusammen. Dennoch konnte die Wehrmacht am 23.10.1941 die russische Front bei Moskau durchbrechen.

Im Oktober 1941 wurden die Krim und Charkow bis zum Schwarzen Meer erobert. Der deutsche Rüstungsminister informierte Hitler, dass der Krieg nicht mehr zu gewinnen war. Die Deutsche Wehrmacht tappte in die Falle! Die Wehrmacht schlug sich in Russland zwar gut, dennoch konnte der Krieg gegen Russland nicht gewonnen werden, da die VSA Russland mit Munition und Kriegsmaterial belieferten.

Gleichzeitig belieferten die VSA auch England seit 1940 Kriegsmaterial im Krieg gegen das Deutsche Reich. Im Juli 1941 lieferten die VSA Geleitschutz für englische Handelsschiffe. Am 11.12.1941 erklärte das Deutsche Reich den VSA den Krieg.

Und wie im ersten Weltkrieg gaben auch in diesem die VSA den Ausschlag. Die VSA wahrten zwar vordergründig die Neutralität, belieferten jedoch den Gegnern des Deutschen Reiches Kriegsmaterial.

Das Deutsche Reich konnte diesen Krieg nicht gewinnen.

Zitat: “Unser Hauptziel ist die Vernichtung von so viel wie möglich Deutschen. Ich erwarte die Vernichtung jedes Deutschen westlich des Rheins und innerhalb des Gebietes, das wir angreifen!” Eisenhower

Adolf Hitler wurde im Jahre 1938 vom “Time Magazin” zum “Man Of The Year” gewählt. Grund war das deutsche Wirtschaftswunder ab 1933.

Zusammenfassung

Fassen wir also das bislang Ausgeführte einmal zusammen.

Das Deutsche Reich ab 1933 war militärisch seinen kriegslüsternen Nachbarn weit unterlegen. Die Wehrmacht konnte keinen gezielten Angriffskrieg gegen seine Nachbarn führen. England, Frankreich, Polen und Russland planten dagegen einen Angriffskrieg auf das Deutsche Reich, um die erfolgreiche deutsche Exportwirtschaft endgültig zu “zerschlagen”, das deutsche Volk zu vernichten oder seine Ideologie auf ganz Europa auszuweiten, für die das deutsche Volk geopfert werden sollte.

Die Mär, dass das Deutsche Reich ein “Großdeutsches Reich” oder gar einen “Lebensraum im Osten” anstrebte, war bis hierhin überführt. Das Deutsche Reich strebte stets einen friedlichen Umgang mit seinen Nachbarn an, doch wurde diese Bemühung seit 1933 von seinen Nachbarn nicht geteilt.

Berlin wollte Frieden. Dies bewiesen die zahlreichen Friedensangebote an London und Paris, die von den Empfängern nicht gewürdigt wurden. Ganz im Gegenteil, London sah darin eine deutsche Schwäche.

Bereits seit 1919 rüsteten England und Frankreich, aber auch Russland, ihr Militär auf, während die Weimarer Republik seine Reichswehr abrüsten sollte.

Hitler sah im Jahre 1933 ganz klar, dass gegen das Deutsche Reich ein falsches Spiel gespielt wurde. Folgerichtig rüstete er die Reichswehr auf, um mit seinen Feinden gleichzuziehen.

Dass die Volksdeutschen in den Nachbarländern Österreich, Tschechoslowakei und Polen den Schutz des Deutschen Reichs suchten, kann man Berlin nicht anlasten. Hitler erkannte, dass die Volksdeutschen in den Ländern körperlich misshandelt und gesellschaftlich und politisch unterdrückt wurden.

Folgerichtig holte er die deutschen Landsleute zurück in das Deutsche Reich. So würde jeder ordnungsgemäß organisierte Staat mit seinen Staatsangehörigen umgehen, die in Nachbarländern unterdrückt und gefoltert wurden.

Ich möchte mich noch einem Thema widmen, das wir allerdings nur kurz streifen können. Zu diesem Thema möchte sich bitte der Leser selber seine Meinung bilden. Aus verständlichen Gründen möchte ich es nicht weiter ausführen:

Kapitel II

Kriegsverbrechen gegen das deutsche Volk ab 1939

Nachfolgend kommen wir zu einem Kapitel, das eine schwere Kost darstellt und die wirklichen Gräueltaten der Alliierten an das deutschen Volk beschreiben. Ich möchte nicht ausschließen, dass es auch Verbrechen der Deutschen Wehrmacht an Unschuldigen in den besetzten Ländern gab.

Was erwartet Sie in diesem Kapitel?

Wir gehen zuerst auf die gezielte Bombardierung auf ausgesuchten deutschen Städten ein und ich beschreibe den Ablauf des Genozids und die Wirkungen, teils in realistischen Worten, ich muss Sie warnen, es wird eine drastische Schilderung werden.

So dann wenden wir uns in jeweils eigenen Kapiteln den alliierten Kriegsverbrechen und Völkermord zu:

  1. VSA;
  2. England;
  3. Frankreich;
  4. Russland;
  5. Tschechoslowakei und auch
  6. Polen.

Im Zweiten Weltkrieg die gezielte Flächenbombardierung, mit dem erklärten Ziel der Vernichtung einer Nation, neu und einzigartig.

Das Deutsche Reich wurde von englischen und amerikanischen Bombern gezielt mit Luftangriffen zerstört. Und es handelte sich bei den Angriffen nicht um versehentliche Bombardierungen aufgrund schlechter Sicht, wie uns in Geschichtsbüchern weisgemacht wurde. Nein, es waren eindeutig gezielte Bombardierungen auf deutschen Städten mit dem Ziel, gezielt Frauen und Kindern zu töten!

Wie sonst kann es sein, dass neben Industriegebieten auch gezielt Wohnsiedlungen bombardiert wurden? Krankenhäuser und Lazarette? Schiffe wurden torpediert, die gut sichtbar als Lazarett-Schiff gekennzeichnet waren. Auf denen wehrlose Vertriebene, Frauen und Kinder, verwundete Soldaten befördert wurden. Waren deren Versenkungen ein “Irrtum”, wie es so oft hieß?

Nein, die Versenkungen dieser Schiffe waren bereits beschlossene Sache!

Die Flächenbombardierungen waren die Planungen Churchills, um die Deutschen ein für allemal zu Tode zu bomben. Es sollte so viel Schaden, wie nur möglich angerichtet werden. Zerbombte Erde. Das Ziel, alle Deutschen, das deutsche Wesen endgültig, für alle Zeiten, aus Europa zu brennen.

Zitat: “Deutsche Städte werden einem Schrecken unterzogen werden, wie sie in ihrer Dauer, in ihrer Schwere, in ihrer Größenordnung noch nie ein Land erlitten hat! Um dieses Endergebnis zu erreichen, gibt es kein Ausmaß an Gewalt, das wir nicht anwenden werden!” Churchill

Es folgten gezielte Bombardierungen von fast allen deutschen Städten durch englische und amerikanischen Bombern.

Die dadurch verursachten Schäden und Leiden waren unfassbar, zu dieser Zeit unvorstellbar. Doch bilden Sie sich bitte selber eine Meinung hierzu:

2.1. Luftangriff auf Hamburg “Operation Gomorrha”

Am 24.07.1943 wurde Hamburg von englischen Luftverbänden mit 791 Fliegern bombardiert. Dieser Angriff forderte 44.600 Tote, darunter Frauen und Kindern, und 38.000 Verletzte. Unter den zerstörten Gebäuden waren 24 Krankenhäuser und Lazarette, 277 Schulen und über 255.000 Wohnungen.

Zitat von Julien Green: “ Ein deutsches Kind, Flüchtling aus Hamburg, erreicht die Grenze [von Dänemark] nach der grauenvollen Bombardierung Hamburgs durch die RAF. Das Kind ist zwölf Jahre alt. Es trägt zwei Säcke, die es vor den Zöllnern öffnen musste; der erste enthält die Kaninchen des kleinen Jungen, das zweite den Leichnam seines zweijährigen Bruders!”

In Hamburgs Bunkern entdeckten Retter nach dem Angriff Unfassbares: Sie stiegen durch kniehohe, schwarze Fettberge. Zerschmetterte Menschen waren zu dieser Masse zerkocht worden.

Durch die abgeworfenen Bomben entstand in Hamburgs Straßen eine Feuerwalze.

Zitat Churchill: ” Hamburg soll einer Feuerwalze endgültig aus Europa gekocht werden!”

Zitat Kate Hoffmuster:” “Ich kämpfte in der Straßenmitte gegen den Wind an. Wir konnten sie nicht überqueren, weil der Asphalt geschmolzen war. Da waren Menschen. Auf der Fahrbahn. Manche bereits tot. Manche lagen da, noch lebendig, steckten jedoch im Asphalt fest. Sie befanden sich lichterloh brennend und fürchterlich schreiend auf ihren Händen und Knien!”

Die Luftangriffe folgten immer folgendem Muster: Wenn der Feuersturm bzw. die Bombardierung endete, begannen Retter damit, die Verletzten zu helfen oder Verschüttete zu bergen. Dann erfolgte die zweite Angriffswelle, um die Retter und die Geretteten zu vernichten. Solange, bis es keine deutschen Überlebenden in den angegriffenen Städten mehr gab. Welle nach Welle.

In Hamburgs Schutzbunkern waren die Wände mit Blut getränkt, hinzu kamen Knochen, Gehirn und Körperteile, die an den Wänden festgebrannt waren.

Zitat eines RAF-Piloten: “ Da unten waren Menschen, die in den Straßen im geschmolzenen Asphalt zu Tode gekocht wurden. Sie wurden lebendig zerkocht und wir fachten mit Brandbomben die Flammen an!”

2.2. DRESDEN – Als das Elb-Florenz zum Krematorium wurde

Kommen wir nun zu einem Ereignis deutscher Geschichte, zu einem Verbrechen, das ich etwas näher beschreiben möchte. Es ist nichts für schwache Nerven.

Ich beginne hier mit einem Zitat.

“Die Deutschen müßten Engel oder Heilige sein, um zu vergessen und zu vergeben, was sie an Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten zweimal in einer Generation zu erleiden hatten, ohne dass sie ihrerseits die Alliierten herausgefordert hätten. Wären wir Amerikaner so behandelt worden, unsere Racheakte für unser Leiden würden keine Grenzen kennen!” Zitat Reverend Ludwig A Fritsch, Chicago, 1948:

13.02.1945. Es war Karneval. Ein sehr schöner Tag. Die Dresdner feierten zum letzten Mal ausgelassen Karneval. Es waren Festzelte aufgebaut gewesen, Zirkuszelte, in denen Tausende Menschen ausgelassen feierten.

Die Bürger waren sich keiner Gefahr bewusst, sicherlich, es gab in der Vergangenheit zahlreiche Fehlalarme, auf denen stets die Entwarnung folgte. Luftalarme schreckten sie nicht mehr, sie blieben an Ort und Stelle.

Dresden hatte keinerlei Luftverteidigung, es waren auch keine Soldaten zum Schutz stationiert. Dies war auch den Alliierten bekannt. Dresden war eine Kunststadt. Die Stadt hatte etwa 900.000 Einwohner. Am 13.02.1945 kamen nochmals etwa 700.000 Flüchtlinge aus Ostpreußen etc. hinzu und etwa 400.000 Kriegsgefangene und Verwundete. Alle drängten in die Stadt, suchten dort Schutz und Unterkunft.

Zitat Churchill: “Ich will keine Vorschläge hören, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können. Ich will Vorschläge hören, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können!”

Ich zitiere hier vollständig aus “Die Feuerhölle von Dresden 13.02.1943…”von Norbert Knobloch:

Zitat-Anfang: Von 22:09 bis 22:35 des 13.02.1943 kam es zum ersten “Thunderclap” (“Donnerschlag”), wie die alliierten Bomberverbände ihren Terrorangriff zynisch-makaber nannten. Die britischen Bomber der RAF warfen zunächst 3000 Spreng-Bomben auf die Innenstadt. Unmittelbar danach wurden rund 170.000 Stabbrandbomben und 4.500 Flammenstrahlbomben auf die Stadt abgeworfen.

Bis zu diesem Zeitpunkt war es vielen Menschen gelungen, sich in den Kellern vor dem Bombenhagel der Alliierten in Sicherheit zu bringen. Nach der scheinbaren Beendigung des Luftangriffes verließen sie die überhitzten Keller der brennenden, zerstörten Häuser und begaben sich auf die Straßen ins Freie!”

Weiter:

“…Mit einem Regen aus Spreng-, Phosphor- und Brandbomben, die orkanartige Feuerstürme mit Temperaturen von 1.600 C verursachten, wurden mindestens 500.000 Zivilisten, Verwundete, Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Osten des Deutschen Reiches, die nach langen Trecks Schutz im deutschen “Elbflorenz” gesucht hatten, unter furchtbaren Qualen lebendig gebraten und eingeäschert. Nachdem in der Nacht die Masse dieser ahnungs- und wehrlosen Menschen zu lebenden Fackeln entzündet, von giftigen Rauchgasen erstickt und zu Brandleichen von der Größe eines Hundes verschmort worden waren, wurden am Morgen des folgenden Tages Zehntausende Überlebender im Großen Garten u. auf den Elbwiesen von Tieffliegern eiskalt zusammengeschossen und niedergemäht!” Zitat-Ende

Kommen wir zu den einzelnen Schilderungen dieses Verbrechens.

Am 13.02.1945 kam es gegen 22:00 h zum Fliegeralarm. Da es bereits vorher zu ca. 171 Fehlalarmen kam, suchten sehr viele Bürger keinen Luftschutzbunker oder Keller auf. Viele feierten weiterhin Karneval und hielten sich daher in Festzelten auf. Andere zogen im Karnevalskostüm feiernd durch die überfüllten Straßen. Wir erinnern uns: In Dresden hielten sich Tausende Verwundete und Vertriebene auf.

Die Bürger gingen also davon aus, dass auch diesmal dem Fliegeralarm die Entwarnung folgte. Doch sie irrten sich: diesmal gab es keine Entwarnung. Die wehrlose Stadt wurde bombardiert.

Am Hauptbahnhof wurden Tausende Menschen mit Phosphorbomben bombardiert, die sie lebendig zu Fett verkochten. In Zirkuszelten fielen Tausende Besucher und auch Tiere den Bomben zum Opfer.

Es folgte die Entwarnung. Retter begannen mit der Rettung Eingeschlossener und Verletzter. Binnen knapp 30 Minuten glich die Stadt einem Flammenmeer. Feuerwehren aus dem Umland eilten der Stadt zur Hilfe, auch das DRK. Für viele Retter erinnerte das Flammenmeer an das Ende der Welt.

Es folgte, ganz nach Plan, um 01:30 h ein weiterer Fliegeralarm. Diesmal wurden die Retter und die Geretteten bombardiert. Schreckensstarr reagierten die Menschen gar nicht oder sie reagierten zu langsam. Manche stürzten kopflos in Keller, dem sicheren Tod entgegen. Tausende Retter und Helfer waren auf den brennenden Straßen, als die zweite Bomberwelle ihre tödliche Fracht über sie abwarf.

Es folgten unbeschreibliche Ereignisse. Menschen klebten auf den Straßen im geschmolzenen Asphalt fest und glichen lebenden Fackeln. Andere wurden vom Feuerorkan in die Flammen gesogen. Über Flüchtenden ergoss sich flüssiges Kupfer oder Eisen von den schmelzenden Dächern. In dieser zweiten Welle kamen 100.000 Menschen zu Tode.

“Da waren Frauen und Kinder, nackt, sie sahen schlafend aus. Frauen umklammerten ihre Kinder im Schlaf. Doch sie waren mit ihrer Unterseite im Asphalt eingebacken!”

“Was zuerst für Tausende auf den Straßen verstreuten, verkohlten Holzklötzen, gehalten wurden, stellten sich bei näherer Betrachtung als verkohlte, menschliche Körper dar, die zur Größe eines Hundes geschrumpft waren. Der Anblick dessen war schrecklich. Unvorstellbar!”

Zitat eines Helfers: “Eine Gestalt, die ich niemals vergessen werde, war das Überbleibsel von Etwas, was augenscheinlich mal eine Mutter mit Kind war. Sie verkohlten zu einem Stück, man sah noch, wie die Mutter ihr Kind schützend an sich zog!”

Die Alliierten wussten, dass nach der Bombardierung die Menschen aus der Stadt auf offenes Gelände flüchteten. In Parks waren die geflüchteten Überlebenden des Flammenmeeres vereint mit 800.000 Flüchtlingen, die dort vegetierten. Alle konnten vor den Bomben und dem Flammensturm von hier nicht flüchten. Die RAF warfen über ihnen Sprengbomben ab.

Zitat einer DRK-Helferin: [“Ich fiel auf meine Knie, zitterte und schrie. Mehrere Frauen lagen da. Mit aufgeplatzten Bäuchen….Aus denen Gedärm und ungeborene Kinder heraus hingen. Viele Ungeborene waren schrecklich entstellt. Ich bekomme diese Bilder bis heute nicht aus meinem Kopf!”

Am nächsten Morgen, dem 14.02.1943, verbreitete sich das Gerücht, die Überlebenden sollten sich im Großen Garten, dem Stadtpark, versammeln. Verzweifelte Menschen kamen dem  Gerücht nach, das von den Alliierten gezielt verbreitet wurde.

Diejenigen, die sich im Großen Garten versammelten, wurden nachfolgend von RAF-Tieffliegern beschossen. Die Bombenangriffe gingen weiter. So wurde sichergestellt, dass sich in Dresden kein lebender Deutscher mehr aufhielt. Das war ein gezielter, geplanter Holocaust an Deutschen.

Die Flammen loderten nach sieben Tage weiter. Wertvolle Gebäude wurden unwiederbringlich zerstört: der Dresdner Zwinger, die Frauenkirche, die Sophienkirche, das Schloss, die Semper-Oper, das Grüne Gewölbe, das Italienische Dorf, das Palais Cosel, Schloss Bellevue und das Schloss Belvedere. Das “Japanische Palais”, die größte und wertvollste Bibliothek Sachsens, wurde unwiederbringlich endgültig zerstört.

Die Toten wurden auf drei Meter hohen, neun Meter breiten Podesten ausgebreitet und mit Flammenwerfern eingeäschert. Im Umland wurden Frauen, Kinder, Alte, Vertriebene von Jagdbombern gezielt unter Feuer genommen.

Churchill plante sogar, alle deutschen Städten mit Giftgas zu bombardieren.

Zitat weiter aus Norbert Knobloch:Zitat-Anfang:Bei diesem von den Alliierten schamlos sogenannten ethnic cleansing (ethnische Säuberung) handelte es sich keineswegs um eine Ausnahme, sondern um die methodische Umsetzung eines von Churchills deutschem “Luftkriegs-Berater” Frederick a. Lindemann penibel ausgetüftelten Planes zur systematischen Flächenbombardierung aller deutschen Städte. Der Brite Churchill wollte im Rahmen des fabrikmäßig geplanten und durchgeführten Ausrottungskrieges gegen das verhasste deutsche Volk buchstäblich jedes einzelne Haus in jeder deutschen Stadt zerstören!” Zitat-Ende

Bis hierhin.

2.3. Luftangriff auf Swinemünde

Dieser schwere amerikanischer Luftangriff auf die pommersche Stadt Swinemünde am 12.03.1945 galt als schweres Massaker auf eine wehrlose Stadt voller Zivilisten, Verwundeter und Flüchtlingen aus den Ostgebieten. Ebenso war dieser Luftangriff gänzlich entbehrlich, da der Krieg bereits fast entschieden war.

An diese verhängnisvoller Tag kamen bei diesem schweren Luftangriff insgesamt ca. 23.000 Zivilisten und Verwundete ums Leben. Der Angriff begann um 12.00 h und dauerte ca. eine Stunde. Eingesetzt wurden 671 Bomber und 412 Begleitjäger. Da die Stadt als Lazarettstadt galt, gab es keinerlei Gegenwehr. Es wurden 1.609 Tonnen Bomben abgeworfen, meist Spreng- und Splitterbomben. Das Hauptangriffsziel war der Hauptbahnhof der Stadt, da hier Lazarett- und Flüchtlingszüge standen.

Das Schlimmste an diesem Angriff war, dass im Hafen auch Flüchtlings- und Lazarettschiffe lagen, die ebenso getroffen und versenkt wurden. Diese Schiffe stammten aus dem Samland-Kessel und aus Ostpreußen. Insbesondere die “Jasmund”, “Hilde”, “Ravensburg”, “Heiligenhafen”, “Tolina”, “Cordillera”, “Winfried von Kniprode”, und die “Andros” wurden von Bomben getroffen und versenkt. Allein mit der “Andros” gingen 570 Menschen unter. Die genaue Anzahl der Opfer ist unbekannt.

3.0 Kriegsverbrechen von Polen an Deutschen

3.1. Der Bromberger Blutsonntag

Dieser gezielte Völkermord an Deutschen wurde in der deutschen Stadt Bromberg, eine im polnischen Korridor gelegene Stadt, am 03.09.1939 begannen. Dieser Völkermord war ein Höhepunkt an Pogromen Polens gegen Volksdeutschen.

Was geschah an diesem Tag?

Beim Bromberger Blutsonntag, einem Massaker ausgeführt von polnischen Soldaten und polnischen Zivilisten, kamen in der Stadt Bromberg vom 3. – 8. September 1939 ca. 5437 deutsche Zivilisten ums Leben.

Einheiten der polnischen Armee zogen sich durch Bromberg zurück, dabei gingen polnischen Soldaten in kleinen Gruppen auf eigene Faust gegen Häuser und ihre Bewohner, die überwiegend der deutschen Minderheit angehörten, vor. Dabei töteten und vergewaltigten sie wahllos hilflose deutsche Zivilisten. Es wurden dabei unter anderem auch viele Frauen Kinder und Greise getötet.

Major Albrycht, der polnische Befehlshaber, zog seine Soldaten am Abend ab, rief aber vorher eine Bürgerwehr zur Aufrechterhaltung der Ordnung ins Leben und bewaffnete sie. Diese Bürgerwehr ging nun aber zusammen mit neu angekommenen Soldaten gegen angebliche Diversanten vor. Wer verdächtig erschien, wurde auf der Stelle erschossen, Häuser wurden geplündert und eine Kirche wurde in Brand gesetzt. Dabei wurden zwischen 358 und 5437 deutsche Zivilisten getötet (Zahlen variieren je nach Quelle).

Am 8. September 1939 prägte die Deutsche Rundschau den Begriff „Bromberger Blutsonntag“.

„…Als einer der ersten Soldaten, die Bromberg nach diesen Morden an den Volksdeutschen betreten haben, bin ich zu folgender Feststellung verpflichtet: Alles, was über diesen Blutsonntag geschrieben und erzählt worden ist, kann nur ein Schatten der Wirklichkeit sein. Der tatsächliche Wahnsinn ist nicht zu beschreiben und für den Nichtaugenzeugen unglaubhaft. Nach fast 50 Jahren fahre ich heute noch in manchem Traum durch die Spaliere der zur Unkenntlichkeit zerhackten Leiber der deutschen Bevölkerung. Das deutsche Volk, besonders die Jugend, wird grausam belogen. Die Wahrheit wäre für die Umerzieher wohl auch gefährlich…“

Vom 31. August 1939 an mußte jeder Volksdeutsche in Polen, ob Mann, Frau oder Kind, in jeder Minute um sein Leben bangen, In allen Städten und Dörfern begann die schauerliche Jagd auf die Deutschen. Die polnischen Polizei- und Armeebehörden sahen diesem entsetzlichen Treiben des aufgeputschten polnischen Gesindels nicht nur tatenlos zu, sondern beteiligten sich vielfach an diesen Gewaltverbrechen.“

Der Blutsonntag von Bromberg am 3. September 1939 war der grauenhafte Gipfelpunkt in dieser Mordorgie, der Höhepunkt des zwanzigjährigen polnischen Vernichtungskampfes gegen die deutsche Volksgruppe. In und um Bromberg wurden tausende Volksdeutsche ermordet, die nicht rechtzeitig vor den polnischen Mordbanden fliehen konnten. Die Tatsache, daß die Rollkommandos meist aus Ortsfremden bestanden und Listen in den Händen hatten, beweist, daß diese Verbrechen nicht nur geduldet, sondern gelenkt wurden. Anhand dieser Listen durchsuchten die Mordbanden die Häuser der Volksdeutschen, führten sie ab oder erschossen sie an Ort und Stelle.

Mord an Deutschen, predigende polnische Priester

Unfassbar dabei die Gehässigkeit des polnischen Klerus! Nachdem schon am 3. Juli 1939 auf Anordnung der polnischen Kirchenbehörde der katholische Gottesdienst in deutscher Sprache verboten worden war, hetzten die Priester in den Gottesdiensten die Polen auf die Deutschen, gaben die Pfarrer der Jesuitenkirche am Marktplatz an den Pöbel Waffen aus. Es begab sich, daß Polen vor dem Kirchgang ihren deutschen Nachbarn noch grüßten und nach dem Kirchgang auf ihn schossen. Es spielten sich grauenvolle Geschehnisse ab, die das menschliche Hirn nicht fassen konnte, sofern es nicht abartige Hirne waren, in denen die Taten ersonnen waren.

Wer nicht in seiner Wohnung oder im Keller seines Hauses erschossen worden war, wurde zumeist gefesselt oder mit anderen zusammengebunden aus der Stadt geführt und dort auf die verschiedensten Arten geschunden, verstümmelt und ermordet. Auch Militäreinheiten beteiligten sich an dieser Tötung gefesselter, verschleppter Volksdeutscher. Tagelang lagen die Toten noch auf den Feldern, in den Höfen und Gärten oder vor ihren Häusern, manchmal nur mit Zweigen und Laub bedeckt oder oberflächlich verscharrt. Viele lagen zu zweit oder zu dritt mit Stricken zusammengefesselt am Straßenrand, viele Opfer wurden erst später an entlegenen Orten aufgefunden, viele blieben für immer vermisst. Die gefundenen Leichen wiesen kaum zu schildernde Verstümmelungen auf. Über 900 Deutsche fanden ihre letzte Ruhe auf dem Ehrenfeld des evangelischen Neuen Friedhofs in Bromberg, auf dem heute Hochhäuser stehen.

Allein in und um Bromberg wurden mindestens 5.437 – eine durch internationale Zeugen überprüfte Zahl – Deutsche unter grauenvollen Umständen ermordet. Über die Gesamtzahl der Toten der polnischen Massaker von 1939 gibt es bis heute keine genauen Zahlen.

Von Anfang September 1939 bis Anfang Dezember 1939 gab es in ganz Polen Pogrome gegen Volksdeutsche, diese waren ihres Lebens nicht mehr sicher. Insbesondere im polnischen Korridor, das deutsche Gebiet in Polen, wurden gezielt Volksdeutsche von Polen ermordet. Im gesamten Polen herrschte ein Deutschenhass, es gab die Anweisung: “Erschlag Deutsche, wo ihr sie trefft!”

Hierzu eine Erzählung des deutschen Unteroffiziers Paul Sültemeyer:

“Ein unsagbar trauriges Bild bot sich uns während des Marsches. In langen Kolonnen standen internierte deutsche Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder, Knaben und Mädchen, oft nur notdürftig bekleidet, mit zerfetztem Schuhwerk oder barfuß, verdreckt und todmüde am Wege. Von Polizisten und halbwüchsigen Burschen wurden sie bewacht. Unsere vorbeiziehende Truppe [er diente als Volksdeutscher in der polnischen Armee] gab ihrem Hass durch gemeine Beschimpfungen und brutale Misshandlungen Ausdruck. Ich hätte am Liebsten mit dem Kolben auf diese Bestien losgeschlagen mögen. Aber ich hätte damit ja die Lage nur noch verschlimmert. Mir und meinen volksdeutschen Kameraden blutete das Herz, und Tränen der Wut kamen uns in die Augen. Da standen nun die Wehrlosen, zum Teil mit Drähten, Stricken oder Fesseln aneinandergekettet und mussten, ohne sich zu rühren, Kolben- und Stockschläge, Fußtritte und Steinwürfe über sich ergehen lassen. Ich dachte sogleich an meinen Vater, der ja auch dabei sein musste, suchte lange, aber fand ihn wohl infolge der anbrechenden Dunkelheit nirgends. Am nächsten Morgen lagen Wege und Felder voller deutscher Leichen dieser unschuldigen Seelen. Und ich trug die Uniform dieser Mörderbande! Das Blut stieg mir bei dem Anblick zu Kopfe. Erst nach dem Kriege erfuhr ich, dass darunter auch mein Vater lag!”

Ich muß gestehen, dass ich beim Lesen und Schreiben dieser Aussage Wut und Traurigkeit empfand, aber dieses Erlebnis muss geschildert werden. Ich denke, dass allein dieses Erlebnis die Grausamkeit der Polen gegen Deutsche in ganz Polen eindeutig schilderte, denn ähnliche Pogrome gab es in ganz Polen.

3.2. Polnische Vernichtungspolitik gegen Volksdeutsche

In dieser Zeit gab es eine polnische Vernichtungswelle gegen Deutsche. Bis zu 150.000 Volksdeutsche wurden interniert und mit Zügen in polnische KZs verfrachtet.

Es gab insgesamt acht Züge mit Volksdeutschen, die in diese Lager verschleppt und ermordet wurden – und das 1939:

Deportationszüge 1- 7 von Volksdeutschen

Zug Eins enthielt die Deutschen von Samter, Birnbaum, Neutomischel, Wollstein usw. aus Posen zusammengefasst, der sich über Wreschen, Stralkowo, Sompolno, Kutno bis Zychin und Gombin zu Fuß ostwärts bewegte, die in den Lagern vernichtet wurden und zu Fuß bewältigt wurden.

Dieser Zug umfasste ca. dreihundert Mann, von denen nach und nach in Schwersenz, Wreschen, Schlesin, Wierzbin, Klodawa und Kutno etwas einhunderzwanzig Mann zur Belustigung der Polen erschlagen wurden.

Der erste der Züge zwei bis vier, die die Internierten von Lissa, Schmiegel, Kosten, Moschin, Schrimm, Schroda, von Rawitsch, Gostin und von Jarotschin zusammenfasste, zog am 03.09.1939 ostwärts über Peisern bis Warthbrücken (Kolo= und Turek. Die anderen beiden zogen am 03.09.1939 und 04.09.1939  von Schroda über Peisern nach Warthbrücken, Kutno, Lowitsch und Gombin. Diese drei Züge zählten insgesamt eintausendzweihundert Mann, von denen nach und nach in Schrimm, Gora, Tulischkov, Tarnova, Wladyslawow zur Belustigung der polnischen Einwohnern etc. rund vierhundert Mann ermordet auf der Strecke blieben. Der Rest entging mit Müh und Not dem gleichen Schicksal.

Der Zug fünf umfasste die Internierten aus Obornik, Scharnikau, Kolmar, Wongrowitz, Rogasen, Schokken, Muronaw, Goslin, Genesen usw. In einer Stärke von ungefähr sechshundert Mann zog er über Konin, Warthbrücken, Lowitsch bis vor die Tore Warschaus. Vierhundertvierzig Deutsche wurden ermordet.

Der sechste Zug mit Internierten aus Jarotschin und Umgebung hatte in Viehwagen auf der Bahn einen qualvollen Transport bis ins KZ Bereza Kartuska durchzumachen.

Der siebte Zug bewegte sich auf der Bahn, dann zu Fuß in östlicher Richtung nach Warschau. Es handelte sich um Volksdeutsche, die schon vor Ausbruch des Krieges unter den lächerlichsten Vorwänden verhaftet wurden. Auch dieser Trupp hatte erhebliche Verluste. Die deutsche Wehrmacht rettete diese Unglücklichen vor dem polnischen KZ.

Verschleppungszüge 8 – 13 in polnischen KZs

Ein kleinerer Zug aus Gnesen wurde auf der Bahn über Hohensalza, Kruschwitz, Kutno, Zychlin gebracht und marschierte dann zu Fuß weiter nach Lowitsch und Ilow. In dem deutschen Dorf Golowka Dolna wurden die Verschleppten von deutschen Truppen befreit und vor dem polnischen Todes-KZ bewahrt. Von den ungefähr siebenhundert Verschleppten kehrte nur ein Bruchteil zurück.

Aus Westpreußen mündeten fast alle Verschleppungszüge bei Lowitsch. Aus der Weiselniederung im ehemaligen Kongreßpolen führten die Polen vier verschiedene Transporte nach Osten. Den ersten wiederum ins KZ Bereza Kartuska (1939), den zweiten bis nach Wolhynien in die Gegend von Kostpol, den dritten nach Sochatschew und Blonia, den vierten Zug nach Sochatschew.

Aus Lodsch (Litzmannstadt) gingen zwei große Vernichtungstransporte, teils auf der Bahn, teils zu Fuß, über Warschau, Minsk und Stoczek, wo die Wehrmacht sie von dem sicheren Vernichtungstod befreite.

Aus Wolhynien und Galizien gingen mehrere Vernichtungszüge ins KZ Bereza Kartuska.

3.3. Polnische KZ zur Vernichtung der Volksdeutschen 1939

Bereits 1939 gab es in Polen zahlreiche Internierungslager ausschließlich für Volksdeutsche.

Bereits nach Abschluß des Versailler Vertrages wurde von Polen zwei KZ gebaut, zur Internierung der Volksdeutschen: KZ Sucypirno in Posen, erbaut 1918;

KZ Stralkowo, in Posen, erbaut 1919. In diesen Lagern wurden sechzehntausend Volksdeutsche eingesperrt. Diese beiden KZs waren die ersten Konzentrationslager in Europa.

Von 1920 – 1939 wurden eine Million Volksdeutsche gezielt aus Polen vertrieben. Die restlichen wurden verhaftet und in KZ verschleppt.

KZ Bereza Kartuska, Galizien, erbaut 1926.

KZ Brest Litowsk, erbaut 1926.

KZ Chodzen, eine ehemalige Zuckerfabrik zwischen Leslau und Kutno. Hier wurden in den ersten September Tagen 1939 etwas siebentausend Deutsche, darunter Frauen und Kinder sowie deutsche Greise und Krüppel, gezielt vernichtet/ermordet.

KZ Bromberg. Der Höhepunkt der polnischen Deutschen-Verschleppung bildeten die viehischen Morde an den Volksdeutschen am 03.09.1939 hauptsächlich in Bromberg und Umgebung, mit zunächst “nur” fünftausendvierhundert siebenunddreißig erfassbaren Opfern. Diese Schandtaten sind oben beschrieben worden.

Gezielte Pogrome gegen Volksdeutsche

In 08/09/1939 veranlassten die polnischen Behörden die  Einsammlung von unzähligen Volksdeutschen aller Altersgruppen, Männer und Frauen und setzten sie in schier endlosen Todesmärschen nach Kutno, Lowitsch, Warschau, Sochaczew, Blonia, Kostpol und quer durch Wolhynien und Galizien zum KZ Bereza-Kartuschka in Bewegung.

1945 kamen folgende KZ in Polen hinzu:

KZ Potulice beim Bromberg in Westpreußen (1949/50 aufgelöst!);

KZ Lamsdorf bei Falkenbergin, Oberschlesien. Hier wurden allein 8.000 Volksdeutsche in den Jahren 1945/46 vernichtet. (“Die Hölle von Lamsdorf”).

KZ Tost bei Gleiwitz, Oberschlesien;

KZ Mylowitz, Oberschlesien;

KZ Granowo, Lissa;

KZ Sikawa bei Lodz (Litzmannstadt) und

KZ Jaworzno bei Tschenstochau.

Insgesamt gab es laut Bundesarchiv in Polen 1.266 KZ für Deutsche, hinzu 227 Gefängnisse für Deutsche. Insgesamt wurden zwei Millionen Volksdeutsche gezielt in diesen KZ vernichtet.

  1. In Polen wurden Volksdeutsche gezielt verfolgt. Polen, die in deutschen Läden kauften, wurden öffentlich namentlich benannt und als “Deutschfreunde” angeklagt.
  2. Deutsche Firmen mußten ausschließlich Polen einstellen.
  3. Alle Schreiben und Begehren an Behörden mußten auf Polnisch verfasst werden [im deutschen Korridor!].
  4. Deutsche durften keine Grundstücke erwerben und erhielten auch keine öffentliche Aufträge mehr.
  5. Gezielt wurde in Zeitungen verbreitet, dass alle Volksdeutsche Spione und Verräter seien.
  6. Alle deutschen Internierten, die die Todesmärsche aus gesundheitlichen Gründen nicht durchhielten, waren zu erschießen.
  7. Alle deutschen Soldaten mußten sofort erschossen und deren Wertgegenstände beraubt werden.
  8. Auch Volksdeutsche, die in der polnischen Armee dienten, waren ihres Lebens in diesem Zeitraum nicht mehr sicher.  Sobald sie als Deutsche erkennbar waren, wurden sie von ihren polnischen “Kameraden” gezielt als Deutsche ermordet.

Ich möchte die Aufzählung der polnischen Verbrechen gegen Volksdeutsche hier beenden, allerdings gäbe noch hunderte Beispiele für das Leiden der Volksdeutschen in Polen.

4.0. Kriegsverbrechen der Tschechoslowakei

Insbesondere in den letzten Kriegstagen, als der Krieg für Deutschland bereits entschieden war, holten die Tschechen zu einer großen Vernichtungswelle gegen die Volksdeutschen aus. Alles Deutsche wurde vernichtet, jede Anwesenheit von Deutschen grausam eliminiert. Volksdeutsche wurden ohne Erbarmen ermordet, verstümmelt, Frauen und Kinder vergewaltigt und ermordet. Diese tschechische Vernichtungswelle wurde später durch die “Benesch-Dekrete” bis heute legalisiert, die Täter bis heute nicht bestraft. Opfer waren vorwiegend Frauen, Kinder, Verwundete, Alte und Kranke. Es fanden Dutzende wilde Vertreibungen der Deutschen aus der Tschechoslowakei statt. Insbesondere die Tschechen waren mit Abstand die Sieger in der Gewaltwelle gegen Volksdeutsche, noch vor den Polen und Russen.

In diesem Essay können leider nicht alle Verbrechen aufgezählt, ich musste daher sehr stark selektieren.

4.1. Gewalt gegen SS-Männer

Auch in der Tschesoslowakei gab es Mordorgien gegen SS-Männer. Diese wurden eingefangen, in KZs interniert und fürchterlichen Foltern ausgesetzt. Sie wurden verstümmelt und bei lebendigem Leibe als lebende Fackeln verbrannt.

4.2. Das Massaker von Aussig

Der 31. Juli 1945 war der vorletzte Tag der Potsdamer Konferenz der alliierten Siegermächte. Die Massenmorde in Aussig, Brünn, Postelberg, Landskron, Wekelsdorf und anderen Orten waren keineswegs einfach „Übergriffe“. Sie gehörten vielmehr zum politischen Plan: Da zwar nicht Stalin, wohl aber die Westmächte inzwischen an ihren eigenen Zusagen, die Vertreibung zuzulassen, zweifelten, wollte die erste tschechische Nachkriegsregierung vorab vollendete Tatsachen schaffen. Der damalige Präsident Benes hatte die ernsthafte Sorge, daß die Amerikaner seinen Vertreibungsplänen nicht mehr zustimmen würden. Durch gezielte Maßnahmen versuchte die tschechoslowakische Regierung die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs zu überzeugen, daß ein Zusammenleben zwischen Tschechen und Deutschen unmöglich und eine Vertreibung unumgänglich sei. Das Massaker sollte als „Akt des Volkes“ dargestellt werden, war in Wirklichkeit aber zuvor genauestens geplant.

Anlass

Am 31. Juli 1945 ereignete sich in Aussig an der Elbe eine Explosion im Munitionslager im nordöstlichen Stadtteil Schönpriesen, in deren Folge eine Gruppe fanatisierter Tschechen deutsche Mitbewohner von der Aussiger Brücke in die Elbe stürzte. Dieses Massaker wurde höchstwahrscheinlich von einem Tschechen organisiert, dem ehemaligen Stabskapitän Bedrich Pokorny aus Prag. Zu diesem Schluß kam der Aussiger Stadtarchivar Vladimir Kaiser nach einer tiefgreifenden Analyse der Antwort Pokornys auf einer Pressekonferenz, die am 1. August 1945 von der damaligen Zeitung Predvoj abgedruckt worden war.

Diese Explosion wurde zum Vorwand für die Ermordung der Deutschen von Aussig. Unmittelbar danach wurde ein Massenmord an Sudetendeutschen begangen

Was war geschehen?

Volksdeutsche mußten eine weiße Armbinde tragen, um als Deutsche auch erkennbar zu sein. Die Männer arbeiteten in einer nahen Waffenfabrik und gingen nach Feierabend über die Elbbrücke nach Hause. Dort hatten bereits Tschechen die Einwohner des deutschen Ortes Aussig auf dieser Elbebrücke zusammengetrieben und warfen die Volksdeutsche von der Brücke ins Wasser. An den Ufern standen Posten mit Maschinengewehren und schossen auf jeden, der es wagte, aus dem Wasser ans Land zu kriechen. Frauen und Alte wurden ohne Erbarmen in den reißenden Fluß geworfen, auch Babys in Kinderwagen. Nun wurden die Arbeiter von den Mördern auf der Brücke entdeckt, eingekreist und ebenso ins Wasser geworfen.

Über das Massaker in Aussig am 31. Juli 1945 berichtete die Augenzeugin Therese Mager:

„Ich lief zur Elbbrücke und sah hier, wie Hunderte deutsche Arbeiter, die aus den Schichtwerken kamen, in die Elbe geworfen wurden. Auch Frauen und Kinder sowie Kinderwagen stießen die Tschechen in den Strom. Es waren meistens schwarz uniformierte Tschechen mit roten Armbinden. Sie warfen Frauen und Kinder, die sich nicht wehren konnten, von der 20 Meter hohen Brücke in die Fluten. Die Massenverfolgung der Deutschen dauerte bis in den späten Abend. Wir hörten aus allen Ecken und Straßen Schreie und Weinen. Weder eine Behörde noch die russische Besatzungsmacht schritten gegen diesen Massenmord ein. Zahlreiche Deutsche, die sich aus der Elbe schwimmend gerettet hatten, wurden durch Maschinengewehre beschossen. In Aussig schätzte man die Gesamtzahl der auf solche Weise ums Leben Gekommenen auf 800 bis tausend.“

Es wurden bis zu tausend Opfer dieses Genozids vermutet; die genaue Zahl ist unbekannt.

4.3. Das Massaker von Aussig-Kleische

Auch in dem Aussiger Vorort Kleische wurden Kinder in die Elbe geworfen. Das genau Datum ist nicht bekannt, doch kann hier der 26.11.1945 angenommen werden.

“Einige Tage später haben dann die Tschechen einen Teil von Kleische besetzt. Auch hier hat sich ein furchtbares Blutbad ereignet, das nur wenigen bekannt ist. Denn fast allen Bewohner sind diesem Morden zum Opfer gefallen. 500 Tote hat es hier gegeben. Meistens waren es Frauen und Kinder. Es hieß zwar am nächsten Tag, diese Deutschen seien an Gasvergiftung zugrunde gegangen. Aber das ist eine Lüge: In Wirklichkeit sind sie alle erschlagen oder erschossen worden.”

4.4. Das Massaker von Glaserhau

Am 21.09.1944 wurden alle Männer im Alter von 16 Jahren – 60 Jahren von Tschechen auf dem Dorfplatz zusammengetrieben und in Eisenbahnwaggons verfrachtet. Im nahen Ebenen Wald wurden die Volksdeutschen allesamt erschossen, die Leichname achtlos liegengelassen. Die Toten wurden Tage später von ihren Angehörigen entdeckt und im Ebenen Walde beerdigt. Ähnliche Massaker fanden zeitgleich in den Orten Hochwies, Rosenberg, Schemmitz, Neusohl, Krieckerhau und Deutschproben statt.

Insgesamt wurden 187 Volksdeutsche Opfer dieses Genozids.

4.5. Prager Maiputsch

Dies war das schwerste Massaker an Volksdeutschen aus Tschechen.

Als die deutschen Truppen aus Prag abzogen und diese Stadt zur Lazarettstadt erklärt wurde, nutzten die Tschechen die Gunst der Stunde zur Rache an den Volksdeutschen. Es war der 01.05. 1945, als die Volksdeutschen für vogelfrei erklärt wurden und das Morden begann:

“Zwischen dem 2. und 8. Mai 1945 gab es den sogenannten „Prager Maiputsch“ (auch Prager Maiaufstand), gesteuert von dortigen Kommunisten. Ziel dieser sogenannten „Revolution“ war, die in Prag lebenden Deutschen zu erniedrigen und auf grausamste Art und Weise zu ermorden. Deutsche Kinder wurden in Schulen vergiftet, aus Fenstern herausgeworfen, Erwachsene wurden ins Wasser geworfen und zu Tode gesteinigt. Auf offenen Plätzen wurden junge deutsche Männer lebendig seziert und zerstückelt. Falls ein Tscheche einen Deutschen schützen wollte, wurde er auch sofort ermordet. Die ganze Mordorgie wurde vom kommunistischen Radio gesteuert, die Mörder wurden von dort aus aufgehetzt. Säuglinge wurden vor den Augen ihrer Mutter gekreuzigt. Deutsche Soldaten wurden auf offener Straße ermordet oder mit Benzin übergossen und verbrannt.

Augenzeugenberichte dieses Genozids:

„Prag war zur Lazarettstadt erklärt und die deutschen Truppen abgezogen worden. Diese Situation benützten die Tschechen, die während des Zweiten Weltkrieges die deutsche Kriegsmaschine in der servilsten Weise bedient hatten, auf gänzlich gefahrlose Weise an den wehrlosen Deutschen ihren Heldenmut zu beweisen. Am 1. Mai 1945 begann in Prag die Hatz auf die Deutschen. Auf dem Wenzelsplatz wurden die unbewaffneten kranken und verwundeten deutschen Soldaten an den Laternenmasten aufgeknüpft und Feuer unter die Unglücklichen gelegt, so daß sie als lebende Fackeln eines gräßlichen Todes starben. Andere wurden vom Mob in den Straßen kurzerhand erschlagen oder erschossen. Als Prag vom Tschechenmob „entdeutscht“ wurde, lagen noch im Juni die Leichen bestialisch ermordeter Deutscher in den Straßen. Die Stadt war von bewaffneten tschechischen Truppen besetzt, die die deutschen Lazarette stürmten, die Verwundeten ermordeten, in die deutschen Wohnungen und Geschäfte einbrachen und unter der nichttschechischen Bevölkerung ein grauenvolles Blutbad anrichteten. […] In den Straßen lagen Massen von Leichen, Soldaten und Zivilisten, Frauen und Kindern. Die unglücklichen Menschen wurden aus den Fenstern ihrer Wohnungen einfach auf die Straße gestürzt. Tag und Nacht waren die Todesschreie der unglücklichen Menschen zu hören […] Frauen wurden mit Kolbenschlägen und Peitschenhieben, vollkommen unbekleidet, durch die Straßen getrieben und gezwungen, Barrikaden zu errichten und Leichen wegzuräumen. Viele dieser geschändeten Frauen und Mädchen mußten die ermordeten eigenen Angehörigen in die Massengräber werfen. Bei der Scharnhorstkaserne wurden nicht weniger als 4.000 Verwundete, die man zusammengetrieben hatte, erschossen […] Die Schwestern vom Roten Kreuz wurden vor den Augen aller öffentlich vergewaltigt.“

In einem anderen Augenzeugenbericht werden die Berichte bestätigt:

„Eines Tages marschierten wir über den Wenzelsplatz, und ganz oben bei dem Museum sahen wir, wie deutsche Soldaten lebend verkehrt aufgehängt, mit Benzin überschüttet und angezündet wurden, oder man hat sie lebend auf Fleischer-S-Haken im Kinn aufgespießt und aufgezogen. In dem Stadtteil Veitsberg (Zizkov) luden wir an einem Wochenmarkttage Asche auf Autos auf. Die Tschechen kauften ein, übersahen uns aber nicht. Sie kamen zu den Posten mit Geld, Wurstbrötchen u. ä. um sie zu bestechen, damit wir recht gejagt werden sollten (honiti) „Honte je!“ hieß es immer. Unter Peitschenhieben luden und schufteten wir. In zehn Minuten sollten vier Mann ein Lastauto aufgeladen haben. Wir waren fertig, und ein Posten führte uns in eine Ecke abseits. Dann wurden immer zwei Mann abgeführt – wohin konnten wir nicht sehen. – Ich kam in einen kleinen Schuppen, dort wurde ich zunächst einmal geohrfeigt, dann schnitt man mir ein Hakenkreuz in das Haar. Hernach wurden wir über den Platz gejagt, mussten uns immer wieder in den Dreck werfen, auf- und niedermachen.

Ich bekam dabei einen Messerstich ins linke Bein, brach zusammen und mußte ins Lager getragen werden. Da lag ich dann einige Tage krank auf dem Parkettboden, und noch nicht geheilt mußte ich wieder arbeiten. In einer SNB-Kaserne (Straz narodni bezbecnosti, eine der verschiedenen plötzlich entstandenen Polizei- bzw. Mörder-Truppen) wurde ich beim Stiegenwaschen mit einem Beil auf den Hinterkopf geschlagen, so daß ich ohnmächtig umfiel. Erst im Lager wachte ich wieder auf. Viel Blut verlor ich damals und ein 3 cm langes Loch hatte ich im Kopf. Drei Monate lebten wir so in Prag, in diesen drei Monaten verlor ich 16 kg an Gewicht. Mein Onkel, der Österreicher und nur kurze Zeit eingesperrt war, suchte mich mit Erfolg und befreite mich ans diesem schrecklichen Lager.“

Folgende Schilderung erschütterte mich [dem Autor] insbesondere:

Dr. Maria Barsch berichtet über die Vorgänge in Böhmisch Leipa am 08.Mai 1945 wie folgt:

„Am Tag vor dem Waffenstillstand kam ein endloser Rote-Kreuz-Zug nach Böhmisch Leipa und wurde da von den Tschechen festgehalten. Darüber erzählte mir mein Vater, Josef Richter, der unter dem Landrat Thume der juristische Leiter des Amtes war, folgendes:

Er mußte drei Monate lang dem neuen tschechisch-jüdischen Landrat (Bezirkshauptmann) das Amt übergeben. Kurz nach Kriegsende fuhr dieser Amtschef mit meinem Vater zum Leipaer Bahnhof, der etwas außerhalb der Stadt gelegen war.

Dort stiegen sie aus. Es stank bestialisch, wie mein Vater versicherte. Er sah einen endlosen Zug, gezogen von mindestens 5 Lokomotiven, jeder Wagen mit einem Roten Kreuz gekennzeichnet. Der neue Landrat sagte ziemlich begeistert: Dieser Zug kam zu Kriegsende hier an. Wir haben ihn mit Beschlag belegt, versiegelt. Keine Maus konnte raus. Darin verrecken also die Verwundeten, die Ärzte, die Krankenschwestern und das Zugpersonal.“

Die Opferzahl ist leider unbekannt.

4.6. Das Massaker von Prerau

Am 18./19.06.1945 stand auf dem Bahnhof der tschechischen Stadt Prerau ein Flüchtlingszug mit 265 Karpatendeutschen, die in ihre Heimat zurückkehren wollten, darunter ganze Familien. Im Bahnhof hielt ein Militärzug mit tschechischen Soldaten.

Auf Befehl des Kommandanten KAROL Pazur wurde der Zug evakuiert und die Insassen zur nahen Schwedenschanze getrieben, wo bereits ein Massengrab ausgehoben wurden. Alle Insassen wurden erschossen und im Massengrab verscharrt, darunter 71 Männer, 120 Frauen und – besonders widerwärtig – 74 Kinder, darunter auch ein acht Monate altes Säugling und ein 80 Jahre alte Mann. Die Verbrecher wurden nie zur Rechenschaft gezogen.

4.7. Der Brünner Todesmarsch

Dies ist wohl das bekannteste tschechische Kriegsverbrechen an Volksdeutschen. Dieser Gewaltmarsch als Teil der Vertreibung der Sudetendeutschen aus ihrer Heimat, Böhmen und Mähren, begann am 31.05.1945 und führte über Pöhrlitz nach Wien.

Die Deutschen wurden über Nacht rechtlos. Sie mussten weiße Armbinden tragen, und Repressalien, Einschränkungen und Verfolgungen nahmen zu. Prügeleien, öffentliche Vergewaltigungen deutscher Frauen und Misshandlungen Deutscher waren an der Tagesordnung. In Brünn entstanden Konzentrationslager, in die Deutsche, nur mit dem, was sie in der Hand tragen konnten, gejagt wurden. Dort wurden sie geschlagen, gefoltert und die Frauen vergewaltigt.

Die deutschen Einwohner von Brünn wurden während der sogenannten wilden Abschiebungen gezwungen, die Stadt zu verlassen. Am Abend zuvor wurden sie auf dem Marktplatz der Stadt zusammengetrieben. Nachdem die meisten die Nacht stehend verbracht hatten, wurden die Menschen erst von „Partisanen” von allem befreit, was diesen wertvoll erschien, sodann aber in Marschkolonnen zusammengestellt und zusammen mit den deutschen Bewohnern der umliegenden Dörfer rund 55 Kilometer in Richtung österreichische Grenze getrieben. Der Zug bestand hauptsächlich aus Frauen, Kindern, auch Kleinkindern und Säuglingen, und alten Menschen. Die meisten männlichen Einwohner von Brünn befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Kriegsgefangenschaft oder waren in Lagern in der Stadt oder der näheren Umgebung interniert.

Nachdem der Übertritt zunächst an der österreichischen Grenze verweigert wurde, wurden die bis dahin Überlebenden in Pohrlitz in Lagerhallen eingesperrt. Erst nach längerem Zögern wurde im Juni 1945 die Grenze zum damals sowjetisch besetzten Niederösterreich geöffnet.

Diesem Gewaltmarsch fielen insgesamt 60.000 Volksdeutsche zum Opfer.

Ich möchte hier zum besseren Verständnis ein Artikel zitieren, der auch den Hintergrund dieses Verbrechens beleuchtet:

“Versetzen wir uns in das Jahr 1944. Die jahrelange Idylle, das „Unberührtsein vom Kriege“, das dem Protektorat Böhmen und Mähren beschieden war, erwies sich als trügerisch. Das Ende kam abrupt im August, als schwere Luftangriffe der Stadt zuzusetzen begannen, Todesopfer forderten und große Gebäudeschäden verursachten. 1945 wurde glasklar, daß sich der 2. Weltkrieg seinem Ende nähert. Der Zusammenbruch des sogenannten „Dritten Reiches“ ist abzusehen. Die alliierten Heere stehen auf deutschem Boden, im Frühjahr nähert sich die russische Front Brünn.

Die Tschechen fürchteten Zerstörungen in der Stadt durch die näher kommende Front. Die Deutschen fürchteten sich zusätzlich noch vor den Gräueltaten, wie sie von der vorrückenden Roten Armee erzählt wurden. Und manche klammerten sich als letzte Hoffnung an die Anwesenheit des deutschen Militärs, weil sie darin einen Schutz für sich und ihre Existenz sahen. Aber es gab auch welche, die sich fragten, ob und wie man als Deutscher nach dem Krieg in Brünn werde leben können.

Auch das Schicksal der Brünner Juden, ob der Kriegsbeschwernisse in den Hintergrund getreten, kam wieder ins Gedächtnis. Als sie von den Reichsdeutschen verfolgt und mit Gewalt aus der Stadt verbracht wurden, da schauten die meisten weg. Aber bei so manchem tauchte auch die bange Frage auf: Kann dies alles nicht auf uns zurückfallen? Verständlich, daß man sich nun, anfangs 1945 immer häufiger fragte, was wird aus uns werden? Werden wir die Rache der Sieger zu spüren bekommen?

Das Leben in der Stadt lief zunächst wie gewohnt weiter, die Straßenbahnen fuhren, die Kinos spielten, die Züge brachten regelmäßig die Arbeiter in die Stadt, die Industrie arbeitete voll. Nachts aber verbreitete sich eine gespenstische Stille in und über der Stadt. Die Straßen waren menschenleer, das strenge Verdunkelungsgebot tat ein Zusätzliches.

In der Stadt war immer weniger deutsch zu hören. Da tschechische Volksangehörige ausreichend als Arbeitskräfte verfügbar gewesen waren, wurden in Brünn viel weniger Deutsche vom Wehrdienst freigestellt als anderswo. Die meisten deutschen Männer waren Soldaten und daher abwesend. Zurückgebliebene, die sich parteipolitisch exponiert hatten, verließen mit ihren Familien die Stadt. Viele Bürger aber wollten nur den Kriegshandlungen ausweichen und setzten sich „vorübergehend“ nach Nordmähren ab mit der Absicht, später wieder zurückzukehren.

Frauen, die Verwandte in den sudetendeutschen Randgebieten hatten, verließen mit ihren Kindern als Vorsichtsmaßnahme vor möglichen Kriegseinwirkungen die Stadt.

Viele Deutsche aber blieben in Brünn. Sie sagten sich: Ich bin hier geboren, ich habe niemandem etwas getan, was soll mir geschehen? Das war oft zu hören. Eine Einstellung, welche die meisten schon kurz danach bitter bereuen sollten. Niemand ahnte, in welcher Gefahr die Deutschen damals schwebten. Da das Abhören sogenannter „Feindsender“ strengstens verboten war, hörten nur wenige die haßerfüllten Tiraden Eduard Beneschs gegen alles Deutsche. Wer diese Sender dennoch abhörte, wagte mit niemandem darüber zu sprechen.

Der Frühling kam früh und war sehr schön. Die grünen Lungen Brünns, Spielberg, Augarten und der Franzensberg (Petersberg), sowie die Umgebung der Stadt waren voll begrünt. In den Gärten regte sich das Leben. Ein wunderschönes Osterfest erlebten die Verbliebenen am 1.und 2. April. Niemand konnte ahnen, daß es für die meisten das letzte Ostern in der Heimat sein sollte. Am Ostermontag waren sogar noch Ausflügler unterwegs.

In den Betrieben kam es allmählich zu Materialengpässen. Die Arbeitszeiten wurden leicht gekürzt. Fliegeralarm, der oft erst nach dem Bombenangriff der russischen Flugzeuge gegeben wurde, weil die Anflugstrecken so kurz geworden waren, bewies die näherrückende Front. Luftangriffe erfolgten am 8. und 12. April, und sie mehrten sich.

Nach dem 12. April erschienen die tschechischen Arbeiter überwiegend nicht mehr zur Arbeit. Die Betriebe ruhten weitgehend. Stille breitete sich in der Stadt aus. Nur Militärfahrzeuge waren zu sehen. Die Straßenbahnen fuhren noch, bis auch sie den Betrieb einstellten.

Am 16. April war praktisch den ganzen Tag Fliegeralarm. Am 18. April verließen die letzten beiden Sonderzüge mit Deutschen, die vor der Front flüchten wollten, die Stadt.

Oberbürgermeister Felix Judex und Landesvizepräsident Dr. Schwabe hatten bei der deutschen Wehrmachtsführung erreicht, daß die „Festung Brünn“ zur offenen Stadt erklärt wurde. Ein Einsatz, der ihnen nach dem Krieg nicht gelohnt und nicht gedankt wurde. Dr.Schwabe wurde öffentlich gehenkt, Judex starb nach langer Kerkerhaft 1953 in Brünn.

Die Rote Armee eroberte am 26. April 1945 Brünn. Sie wurde von den Tschechen als Befreier begrüßt. Aber auch jetzt ahnten die in Brünn verbliebenen Deutschen nicht, daß das Ende des deutschen Teiles Brünns gekommen war. Die meisten dachten, Tschechen und Deutsche würden nach dem Krieg wieder miteinander leben, so wie vor dem Krieg.

Schließlich war dies jahrhundertelang der Fall gewesen. Sie lebten nicht immer miteinander, oft auch nebeneinander, selbst gegeneinander, aber sie konnten sich immer wieder arrangieren. Viele waren durch Heirat miteinander verbunden. In den Familien wurde vielfach deutsch und tschechisch gesprochen. Die Brünner beherrschten beide Sprachen, oft perfekt oder konnten sich zumindest verständigen.

So heißt es in dem tschechischen Büchlein „Brněnský Pitaval ” von Dušan Uhlíř:

„Tschechen und Deutsche lebten hier ganze Jahrhunderte nebeneinander, und selbst die Sprachbarriere trennte sie nicht übermäßig. Die Brünner städtische Kultur war zweisprachig. In der Mehrzahl der Brünner Haushalte wurde tschechisch und deutsch gesprochen. Das gesprochene „Brünnerisch“ war ein wundersames Gemisch beider Zungen“.

Dies sollte nun alles vorbei sein. Was die reichsdeutsche Besatzungsmacht und die Gestapo Tschechen angetan hatte, wurde nun den Brünner Deutschen zur Last gelegt. Daß das nationalsozialistische Regime gegen Deutsche, die während des Krieges Widerstand leisteten, genau so rücksichtslos verfuhr wie gegen Angehörige anderer Völker, das ließ die Tschechen unberührt. Eine systematische Hetze sorgte dafür, daß sich der ganze Haß gegen die verbliebenen Deutschen richtete, die praktisch vogelfrei und schutzlos der Rache ausgeliefert waren. Deutsche wurden jetzt verfolgt, unabhängig davon, ob sie nun Nationalsozialisten gewesen waren oder nicht, ob sie sich etwas hatten zuschulden kommen lassen oder nicht. Es genügte allein, Deutscher zu sein.

Die Reden Beneschs und seiner Gefolgsleute waren keine Aufforderung zur Aburteilung von Schuldigen, sondern Aufrufe zur kollektiven „Liquidierung aller Deutschen“. So führte diese Aufwiegelung zu grauenvollen und hasserfüllten Exzessen an den Deutschen. Vergewaltigungen, Prügeleien, Mißhandlungen fanden statt, während sich auf den Straßen Brünns Verbrüderungsszenen zwischen Tschechen und einziehenden Rotarmisten abspielten. In Brünn und Umgebung wurden Internierungslager für Deutsche eingerichtet, die dort vielfach grauenvollen Mißhandlungen und sadistischen Quälereien, die oft zum Tode führten, ausgesetzt waren. Ärztliche Hilfe wurde Deutschen meist verweigert.

Trauriger Schlusspunkt war dann der Fronleichnamstag, der 30. Mai 1945, als die noch in Brünn verbliebenen Deutschen aus ihrer Heimatstadt vertrieben wurden. Es waren etwa 25000 bis 30000 Frauen, Kinder und Greise.

Dieser „Brünner Todesmarsch“ war eine sogenannte „Wilde Vertreibung“. Die Beschlüsse der Siegermächte vom August 1945 in Potsdam sollten solche beenden. Der sogenannten „Geordneten Aussiedlung“ wurde zugestimmt.

Für das, was sich am Fronleichnamstag und den anschließenden Wochen in Brünn, im südmährischen Pohrlitz und auf dem Wege zur österreichischen Grenze abspielte, wurde später, besonders im jugoslawischen Kriege, der Ausdruck „Ethnische Säuberung“ geprägt. Dabei verbirgt sich hinter diesem eher harmlos klingenden Ausdruck ein Verstoß gegen jede Art von Menschlichkeit, ein Verbrechen gegen die Menschheit, ein Völkermord; und dem haben die Alliierten in Potsdam zugestimmt.

Ethnisch klingt ähnlich wie ethisch, hat aber mit Ethik gar nichts zu tun, eher mit einem Rückfall ins graue Altertum. Schon der Ausdruck „Säuberung“ strotzt vor Menschenverachtung, so als müsse man sich von Ungeziefer befreien. Das Ziel, „ethnisch reine“ Gebiete herzustellen, ist nichts anderes, als der Ausfluß eines maßlosen, verderblichen, für die Europäische Union längst überholten, übersteigerten Nationalismus und das Fehlen jeglicher Toleranz.”

4.9. Das Massaker von Mährisch Trübau

In den Tagen nach dem 5. Mai 1945 fanden in der Tschechei an vielen Orten blutige Massaker statt, die „tschechische Patrioten“ als dieses ohne Risiko möglich war, unter den einheimischen Deutschen sowie an wehrlosen deutschen Soldaten verübten. Diese Massenmorde wurden oft geleugnet und in der Öffentlichkeit verschwiegen. Über ein solches Verbrechen berichtete der sudetendeutsche Bauer G., der nach der Vertreibung in einem Städtchen an der Tauber eine neue Heimstatt fand. Er hatte folgendes selbst erlebt:

“Am 9. Mai 1945, dem Tag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht, fuhr ein deutscher Lazarettzug voller Verwundeter auf der Strecke Hewitsch-Kornitz. Vor Mährisch-Trübau wurde er in Ranigsdorf von Sowjetrussen aufgehalten. Das Begleitpersonal versuchte zu flüchten, wurde dabei aber vollständig niedergemacht. Der Zug stand dann eine Weile auf der Strecke vor dem Hof des Bauern G. Dieser ging nach einiger Zeit zu dem Zug und fragte die Verwundeten nach ihren Wünschen, ob er diese erfüllen könnte. Die Soldaten baten um ungesalzenes Fett für ihre Wunden. Der Bauer ging zurück, um das Gewünschte zu besorgen. Nach etwa zwei Stunden schickte er einen Burschen mit dem Fett zu dem Zug. Der Junge kehrte unmittelbar darauf, ganz verstört, zurück und berichtete, daß alle Verwundeten bestialisch erstochen worden und tot seien, „tschechische Patrioten“ hatten sich in der Zwischenzeit im Zug ausgetobt. In der folgenden Nacht sei der Zug mit den Toten nach Mährisch-Ostrau geleitet worden. Dort seien dem Zug gegenüber Gruben ausgehoben worden, in denen die verstümmelten deutschen Soldaten verscharrt worden seien. Auch für solche Verbrechen galten anschließend die Benesch-Dekrete und die allgemeine Amnestie für Untaten an Deutschen. Die Täter wurden nicht belangt und brauchten keine Strafe zu befürchten. Die Opfer waren ja Deutsche.

4.10. Massaker von Saaz/Postelberg

Dieses Kriegsverbrechen ist sehr eng verbunden mit dem Massaker von Postelberg. Da dies ein sehr komplexes Thema ist, füge ich hier als Zitat ein Metapedia-Text ein:

“Bei den Massakern von Saaz im Zeitraum vom 3. – 6. Juni 1945 wurden Deutsche durch Tschechen ermordet.

Hergang

Die Konzentration der deutschen Bevölkerung und die Selektierungsmaßnahmen geschahen am 28. und 29. Mai 1945. Am 3. Juni wurden die Männer von Saaz/Zatec (13 bis 65 Jahre alt, auch Kranke und Krüppel) unter großer Gewalteinwirkung und vielen Schüssen auf dem Marktplatz von Saaz zusammengetrieben. Es waren ungefähr 5000 Menschen. Nachzügler wurden auf der Stelle erschossen.

Drei Deutsche, die von ihren Wohnungen aus dieses unmenschliche Treiben verfolgten, nahmen sich das Leben, um nicht in die Hände der Verbrecher zu fallen.

Im Laufe des Vormittags wurden die Männer und Knaben in drei Kolonnen unter Peitschenhieben und Schüssen nach Postelberg getrieben, das 15 km von Saaz entfernt liegt. Wer nicht mehr gehen konnte, wurde sofort erschossen. Postelberg war menschenleer, da die Bewohner zuvor in Lager getrieben worden waren.

Das Ziel die Kaserne in Postelberg (Posteloprty). Um Mitternacht erreichte ein Nachtrupp mehr tot als lebendig den Kasernenhof in Postelberg. Dabei handelte es sich um 150 Männer, die aus dem Gefängnis in Saaz heraus getriebenen worden waren.

Alle Männer saßen während der Nacht auf dem Boden des Kasernenhofs und durften auch zur Notdurft ihren Platz nicht verlassen. Sobald einer sich erhob, wurde geschossen. Es gab Tote und Verwundete, um die sich niemand kümmerte.

Der 4. Juni war der Tag der Beraubung.

Zuerst mußten die Deutschen ihre Toten und Verwundeten in den Splittergraben werfen, der die Latrine war. Schüsse aus Maschinenpistolen erlösten die Verwundeten von ihren Leiden.

Tschechen sammelten in großen Kisten Geld, Uhren und Ringe ein. Briefe, Dokumente und Medikamente wurden vernichtet.

Die Nacht zum 5. Juni verbrachten die Postelberger in den Ställen, in denen man wegen der Hitze und Enge kaum atmen konnte. Im Hof wurden während der ganzen Nacht Männer wegen Nichtigkeiten erschossen.

Am 5. Juni begann das Aussortieren für das planmäßige Morden.

Die Stalltüren wurden geöffnet. Wer nicht schnell genug in den Hof rannte, wurde erschossen.

Es wurden Abteilungen gebildet, in denen sich die Männer der SS, SA, NSKK, der Wehrmacht und der Sudetendeutschen Partei sammeln sollten.

Die einen kamen hinter Stacheldraht, die anderen sperrte man in Ställe ein, andere wurden in Arbeitsgruppen eingeteilt. Gruppen wurden zum Lagertor hinausgeprügelt und kamen nicht zurück. Sie gingen in den Tod. In diesem unbeschreiblichen Durcheinander wurde ständig geschossen und geschlagen. Tote mußten in die Latrine geworfen werden. Geschah das nicht schnell genug, beförderte ein Schuß den Transporteur gleich hinterher. Es gab auch an diesem Tag nichts zu essen.

Der 6. Juni war der Tag des Kindermordes und der planmäßigen Erschießungen.

In der Nähe des Kasernentors saßen wie alle Tage etwa 120 Jungen im Alter von 13 bis 18 Jahren. Als ein Arbeitstrupp die Kaserne verließ, schlossen sich fünf Jugendliche unauffällig an. Sie wollten so dieser Hölle entgehen. In Postelberg wurden sie aufgegriffen und zurückgebracht.

Vor den versammelten Gefangenen mußten sich diese Knaben entkleiden. Sie wurden am ganzen Körper gepeitscht, so daß das Blut in Strömen floß und sie in einer großen Blutlache kauerten oder lagen. Niemand im Hof durfte sich rühren. Nach einer halben Stunde wurden die Geschundenen einzeln nach der Reihe erschossen. Anschließend wurden Trupps mit bis zu 80 Mann aus der Kaserne hinausgeführt. Die Männer wußten, daß sie in den Tod gingen

(Noch bis Mitte Juni wurden hier Menschen erschossen.)

Am 6. Juni wurden 800-1.000 Männer in das KT(=KZ) 28 Litvinov (Oberleutensdorf) überstellt, andere wurden zur Zwangsarbeit nach Laun (Louny) zugewiesen, ein Teil der Geschundenen kehrte nach Saaz (žatec)zurück, wo man sie in den dortigen Lagern konzentrierte.”

Verantwortlich für dieses Kriegsverbrechen sind:

Oberleutnant Jan Zicha

Leutnant Jan Cubka

Hauptmann Vojtech Cerny

Polizist Bohuslav Marek

General O. Spaniel

Die Verantwortlichen wurden bis heute für ihre Verbrechen nicht bestraft.

4.11. Tschechische Konzentrationslager für Volksdeutsche

Tschechische Konzentrationslager, die nach 1945 weitergeführt wurden:

  1. KZ Theresienstadt 1945–1948
  2. Hagibor in Prag
  3. Prosecnice, später umbenannt in Lešaky (Innerböhmen)
  4. Litvinov (Oberleutensdorf) bei Brüx (Most)
  5. Záluži (Maltheuern) bei Brüx (Most)
  6. Rabštejn, jetzt Havraní (Rabstein) bei Böhmisch Kamnitz
  7. Chomutov-Sklarska (Komotau-Glashütte)
  8. Rychnov (Reichenau), Kreis Gablonz
  9. Nová Role (Neu-Rohlau), Kreis Elbogen
  10. Bruntál (Freudenthal), Regierungsbezirk Troppau
  11. Jiřetín pod Jedlovou (St. Georgenthal), Kreis Warnsdorf
  12. Tschechische Konzentrationslager, die nach 1945 neu errichtet wurden:
  13. Adolfovice (Adelsdorf), Kreis Freiwaldau
  14. Domašov (Thomasdorf), Kreis Freiwaldau
  15. Die Lager um Mährisch Ostrau, besonders das Hanke-Lager
  16. Die Lager um Witkowitz
  17. Karthaus (Ort verschwunden) bei Jitschin
  18. KL Hodolein bei Olmütz
  19. Horní Staré Mesto (Ober Altstadt) bei Trautenau
  20. Ústi-Skřivánek (Aussig-Lerchenfeld)
  21. Kadaň (Prunéřov), (Kaaden-Brunnersdorf)
  22. Ušovice (Auschowitz) bei Marienbad
  23. Mesto Teplá (Stadt Tepl)
  24. Tremošná (Tremoschna) bei Pilsen
  25. Plzeň (Bory)
  26. Chrastavice bei Taus
  27. Týnice in Innerböhmen
  28. Dubí bei Kladno
  29. Helenín (Helenenthal) in der Iglauer Sprachinsel
  30. Horní Kosov (Obergoß) in der Iglauer Sprachinsel
  31. Bartoušov (Pattersdorf) in der Iglauer Sprachinsel
  32. Kaunitz-Kolleg in Brünn
  33. Malmeritz in Brünn
  34. Pohořelice (Pohrlitz), diente zuerst als Zwischenlager für den Brünner Todesmarsch

In Groß-Prag gab es 25 Lager für Deutsche. Besonders berüchtigt waren:

  1. Hagibor
  2. Rais-Schule
  3. Stalinová
  4. Stadion Strahov
  5. Hloubetín

Im Raum Brüx (Most) gab es über 30 Konzentrationslager für Deutsche. Besonders berüchtigt waren:

  1. Záluži (Maltheuern) Nr. 27, 28, 31, 32, 38b, Jugend- und Frauenlager 17, 18
  2. Most (Brüx) Nr. 37
  3. Dolní Jiřetín (Nieder-Georgenthal) Nr. 22, 25
  4. Vrchoslav (Rosenthal) Nr. 33, 34
  5. Litvinov (Oberleutensdorf

5.0 Sowjetische Kriegsverbrechen

5.1. Massaker von Metgethen

In der Nacht vom 01.02.1945 wurde der Königsberger Vorort Methgen und russischen Truppen eingenommen. Dort und im nahen Walde hielten sich neben den Einwohnern auch ukrainische Zwangsarbeiter sowie Flüchtlinge unbekannter Anzahl auf.

Als am 19.02.1945 deutsche Truppen in Metgethen ankamen, fanden sie ein Massaker sondergleichen vor, wie hier Augenzeugen berichteten [Zitat aus Metapedia]:

Bericht des Kommandanten eines Tigerpanzers, der bei einem Gegenangriff Metgethen erreichte:

„Ohne Panzerausfälle erreichten wir die Hauptkampflinie des Gegners. Troß und Artillerie waren vor uns auf der Flucht. Als wir Metgethen erreichten, stockte uns das Blut in den Adern. Tief erschüttert sahen wir, was die Russen dort gegen Ende Januar 1945 angerichtet hatten. Auf einem Bahnhof stand ein Flüchtlingszug. Darin waren Frauen und Mädchen vergewaltigt worden, anschließend hatte man sie einfach umgebracht. Im Lauf des 20. Februar 1945 wurde auch das Dorf Powayen zurückerobert. Hier ebenso wie in dem Dorf Groß-Medenau, das am 23. Februar in Besitz genommen wurde, das gleiche Bild. Erschlagene und verstümmelte Menschen allen Alters und Geschlechts. Erschlagene und verstümmelte Zivilisten lagen neben Säuglingen auf den Straßen der Dörfer, in den Häusern und aneinandergereiht in den Gärten.“

Auch der Soldat B. H. sagte über Metgethen aus:

„Im Verlauf des deutschen Angriffs zur Wiederherstellung der Landverbindung zwischen Königsberg und Pillau vom 19. bis zum 24. Februar 1945 konnten alle Soldaten der Angriffsverbände folgende Verbrechen feststellen:

  1. Im Ort Metgethen, einem westlichen Vorort von Königsberg, fanden wir in vielen Wohnungen Frauen und Kinder im Alter von zehn bis achtzig Jahren geschändet und ermordet vor. Etwa zweihundert Tote dieser Art haben wir mit Truppenfahrzeugen eingesammelt und zur Identifizierung gebracht. Dies allein im Gefechtsstreifen der 1. und 561. Infanteriedivision.
  2. Auf dem Tennisplatz von Metgethen befand sich ein Sprengtrichter von etwa zehn Metern Durchmesser und vier Metern Tiefe. In seinem Innern, auf seinem Rand und in der nächsten Umgebung des Trichters, am und auf dem hohen Drahtzaun des Tennisplatzes und in den Ästen der umstehenden hohen Bäume lagen und hingen erdverschmierte Leichen und Leichenteile von etwa fünfundzwanzig Männern, Frauen und Kindern, drei oder vier Flaksoldaten und einiger Männer in deutscher Polizeiuniform. Rund um den Trichter lagen einige Pferdekadaver und Fuhrwerke mit zerfetztem Flüchtlingsgut. Andere Leichen teile z. B. Knie, Arm mit Hand und so weiter, fanden wir bis zu zweihundert Meter in der Umgebung des Tennisplatzes.

Die Erklärung zu diesem Massaker: Offenbar wurden Flüchtlinge, gefangene Soldaten und Polizisten in den auf dem Tennisplatz befindlichen Trichter einer Fliegerbombe getrieben, alle Treckwagen darum gestellt und eine Sprengladung auf dem Boden inmitten der Eingepferchten zur Entzündung gebracht.“

5.2. Das Massaker von Schulzenwalde

[Zitat Metapedia] „In Schulzenwalde, 12 Kilometer südlich Gumbinnen, wurden aufgefunden: 95 ermordete Zivilisten, darunter drei Frauen, die ebenfalls geschändet und dann erschlagen und erschossen wurden.“

Hauptmann der Reserve Herminghaus berichtet über Nemmersdorf und Schulzenwalde:

„Den deutschen Truppen bot sich bei der Rückgewinnung in dem Orte Nemmers­dorf ein grauenvolles Bild, das erstmalig in eindeutiger Form dem deutschen Volke zeigte, was jeder einzelne zu erwarten hatte, wenn die russischen Soldaten Gewalt über ihn haben. Es wurden die in dem Dorf überraschten Frauen, darunter auch einige Ordensschwestern, nach der Eroberung durch die Russen zusammengetrieben, vergewaltigt und übel zugerichtet. Dann sind die Frauen auf bestialische An und Weise erstochen oder erschossen worden. Das übertraf an Scheußlichkeit alle bisher erlebten Kampfeindrücke. Seitens der Armee wurde sofort um Entsendung der da­mals noch neutralen Presse gebeten. Es waren Reporter aus der Schweiz und Schwe­den, auch Spanier und Franzosen aus dem besetzten Frankreich dorthin gebracht worden, die das schreckliche Geschehen in Augenschein nahmen. In einem großen Durchlaß eines Vorflutgrabens hatten sich Frauen mit ihren Kindern und auch alte Männer versteckt. Die Russen schossen, als sie diese Menschen entdeckt hatten, mit Maschinengewehren und warfen Handgranaten hinein. In Nemmersdorf fand man 60, im Raum von Schulzenwalde 95 ermordete Personen.“

5.3. Das Massaker von Nemmersdorf

Am 21.10.1944 wurde dieses Dorf in der Nähe von Gumbinnen von russischen Truppen eingenommen. Dieser Ort wurde am 20.10.1944 zu einem Sammelplatz von Flüchtlingstrecks sowie Militärtransporten, die panisch vor der vorrückenden russischen Front flohen. Es gab keinen Räumungsbefehl dieses Ortes, so dass ein Großteil der Einwohner dieses Ortes mit nach Westen flohen, jedoch sich wiederum andere Bewohner weigerten, ihre Heimat zu verlassen. Um 06.00 h am 21.10.1944 begann der Beschuss des Ortes, um 07:30 h zogen die Russen in das Dorf. Im Nachhinein hätten sich die zurückgebliebenen Einwohner sicherlich gewünscht, doch mit ihren Nachbarn mitgezogen zu sein.

Am 23.10.1944 zogen die Russen weiter. Eine kleine Anzahl deutscher Soldaten sahen im Dorf nach dem Rechten. Sie fanden lediglich eine schwerverletzte junge Frau mit Kopfschuss vor, die noch lebte. Alle anderen Einwohner wurden schrecklichst mißhandelt und vergewaltigt. Im Ort befanden sich noch Lazarette, die von Rot-Kreuz-Schwestern betreut wurden.

Augenzeugen berichten [Metapedia]:

Vor allem hat de Zayas den Schriftsteller Harry Thürk befragt. Thürk gehörte zu den ersten Soldaten der Fallschirm-Panzer-Division 1 „Hermann Göring“ (nun als Teil des Fallschirm-Panzerkorps „Hermann Göring“), die am 23. Oktober 1944 in Nemmersdorf einrückten. Er berichtete u. a.:

„Ich habe tote Zivilisten auf einem eingefriedeten Misthaufen gesehen. Da lag ein älterer Mann, der hatte eine Mistgabel im Brustkorb stecken. […] In einem Haus lag in einer großen Wohnküche eine alte Frau auf den Fliesen. Eine jüngere Frau lag im Hausflur. […] Dann waren wir in einem Schlafzimmer mit Metallbetten, weiß lackiert. Ein Bett war ganz von Blut durchtränkt. Da lag aber niemand drin. […] An einem Scheunentor, am rechten Torflügel, war eine Frau angenagelt.“

Er berichtete auch von Überresten eines zerschossenen Trecks. Vielen Kindern wurden die Schädel eingeschlagen, Bäuche aufgeschlitzt und manchen Jungen die Hände abgehackt.

Generalmajor Erich Dethleffsen, der Generalstabschef der 4. Armee, erklärte als Zeuge im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess unter Eid:

„Als im Oktober 1944 russische Verbände in der Gegend Groß-Waltersdorf die deutsche Front durchbrachen und vorübergehend bis Nemmersdorf vorstießen, wurde in einer größeren Anzahl von Ortschaften südlich Gumbinnen die Zivilbevölkerung – zum Teil unter Martern wie Annageln an Scheunentore – durch russische Soldaten erschossen. Eine große Anzahl von Frauen wurde vorher vergewaltigt. Dabei sind auch etwa 50 französische Kriegsgefangene durch russische Soldaten erschossen worden. Die betreffenden Ortschaften waren 48 Stunden später wieder in deutscher Hand. Die Vernehmung lebendgebliebener Augenzeugen, ärztliche Berichte über die Obduktion der Leichen und Photographien der Leichen haben mir wenige Tage später vorgelegen.“

5.4. Das Massaker von Grischino

Der ukrainische Ort lag an einer Eisenbahnlinie und wurde im Februar 1943 eines Kriegsverbrechens. Hierbei kamen 596 Kriegsgefangene sowie Lazarettinsassen, Krankenschwestern, Bauarbeiter und Nachrichtenhelferinnen gewaltsam zu Tode. Entdeckt wurde dieses Massaker erst am 18.02.1943 von deutschen Soldaten.

5.5. Das Massaker von Broniki

Das Massaker ereignete sich am 01.07.1941 nahe des Ortes Broniki in der Westukraine, beim Versuch der Einnahme des Ortes Klewan. Hierbei wurden die deutschen Soldaten durch Russen verstümmelt und zerhackt.

5.6. Das Massaker von Alt-Wusterwitz

Das ein russisches Kriegsverbrechen, das fast gänzlich in Vergessen geraten war.

Am 04.10.1945 fanden deutsche Soldaten ein schlesischen Panzerdivision, die in Alt-Wusterwitz Schutz suchten, ein schreckliches russisches Verbrechen vor: In einer abgebrannten Scheune entdeckten sie 15 schwarzverbrannte Leichen. Ein älterer Mann wurde in Jesus-Position angenagelt an der verkohlten Scheunentüre vorgefunden. Zwei Frauen wurden vergewaltigt, sie hatten Stich- und Schussverletzungen.

5.7. Massaker von Wildenhagen

Wildenhaben ist ein kleines Dorf in Ost-Brandenburg in der Neumark, an der Strasse von Reppen nach Hildesheim. In einer Scheune dieses Dorfes trafen sich am 31.01.1945 15 Frauen auf dem Dachboden, um sich gemeinsam durch Erhängen das Leben zu nehmen, sie fürchteten sich vor der russischen Armee, die näher zog. Auch Kinder wurden erhangen. Insgesamt starben 300 Bewohner dieses Dorfes an eigener Hand. Nur die Kleine Adelheid Nagel überlebte.

Nicht nur in Wildenhagen begannen Deutsche vor der anrückenden russischen Armee Suizid. Auch in Ostpreußen, Schlesien, Pommern, Mecklenburg, Sudetenland usw. war dies Gang und Gebe.

5.8. Demmin

Einen ähnlichen Fall von Massenfreitod verzweifelter Frauen gab es auch im Frühjahr 1945 in der Stadt Demmin, in der sich die russische Armee festsetzte und obendrein noch ein Schnapslager entdeckte.

Die 15.000 Einwohner gerieten in Panik. Aus Angst und Schrecken suchten 1.000 Einwohner den Freitod, vor allem in den Flüssen Peene und Tollense, in denen noch Wochen nach Kriegsende Leichen trieben.

5.9. Massaker von Treuenbrietzen

Auch dieses russische Kriegsverbrechen an Volksdeutschen geriet in Vergessen.

Am 23.04.1945 trieben russische Soldaten die männliche Bevölkerung der Stadt Treuenbrietzen aus Fläming in den nahen Wald zusammen und erschossen diese. Die genaue Anzahl der Opfer ist nicht bekannt, es sollen jedoch mehrere Hundert sein.

5.10. Russische Konzentrationslager für Volksdeutsche

Die Speziallager der SMAD in der damaligen SBZ befanden sich mit folgender Bezeichnung in:

  1. Speziallager Nr. 1 Mühlberg
  2. Speziallager Nr. 2 Buchenwald
  3. Speziallager Nr. 3 Hohenschönhausen (später auch: MfS-Arbeitslager X)
  4. Speziallager Nr. 4 Bautzen (ab 1948 Nr. 3)
  5. Speziallager Nr. 5 Ketschendorf / Fürstenwalde
  6. Speziallager Nr. 6 Jamlitz
  7. Speziallager Nr. 7 Weesow (bis zum August 1945, dann verlegt nach Sachsenhausen)
  8. Speziallager Nr. 7 Sachsenhausen (ab August 1945)
  9. Speziallager Nr. 8 Torgau (Fort Zinna)
  10. Speziallager Nr. 9 Fünfeichen
  11. Speziallager Nr. 10 Torgau (Seydlitz-Kaserne)

6.0 Kriegsverbrechen der VSA

Die Amerikaner kamen als “Befreier” und “Freunde”, um uns Deutschen von dem Nationalsozialismus zu “befreien”. Hier muss als Erstes die Frage gestellt worden, weshalb wir Deutschen “befreit” werden mussten.

Unter dem Deckmantel der “Befreiung” geschahen gerade durch Amerikaner entsetzliche Verbrechen an den Deutschen, die folgend näher beleuchtet werden.

Um die damalige Situation zu verstehen, muss zu Beginn erklärt werden, dass den amerikanischen Soldaten von ihren Vorgesetzten Greuelmärchen über die deutsche Bevölkerung erzählt wurden. Die Soldaten glaubten allen Ernstes, in Deutschland liefen blutrünstige Monster herum, die wahllos töteten und vorsätzlich, der Freude wegen, in ihren Arbeitslagern unschuldige Mitmenschen bestialisch dahinvegetieren ließen.

Beginnen wir mit dem allergrößten Verbrechen der Amerikaner an den Deutschen:

6.1. Die Rheinwiesenlager

Die “Befreiung” Deutschlands war bereits zu Beginn von den Alliierten darauf ausgerichtet gewesen, alle Deutschen systematisch zu vernichten. Wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich. Die Amerikaner hatten gar nicht die erklärte Absicht, deutsche Kriegsgefangene vernünftig zu versorgen, mit Nahrung, sauberes Wasser, geeignete Unterkünften und medizinische Versorgung.

Vor dem Einfall der Amerikaner gab General Eisenhower seinen Soldaten die Losung mit, alle Deutsche zu vernichten. Und hieran hielten sie sich.

Millionen deutscher Soldaten fielen als Kriegsgefangenen den Amerikanern in die Hände. Doch wo sollen sie geeignet untergebracht werden? Sollten sie in die VSA überführt werden? In Konzentrationslagern nach England geschafft werden?

Eisenhower entschied sich für eine sehr einfache Lösung. Anstatt Millionen Menschen für teures Geld irgendwo hin zu überführen, wurden sie wie Vieh auf Weiden gehalten. Das war billiger und effektiver zur systematischen Vernichtung der Deutschen.

Man muss sich heute hierbei vor Augen halten, dass die Nahrungsmittelversorgung ab 1945 (und bereits vorher) in Deutschland vollständig zusammenbrach. Es kam zu einer gravierenden Hungersnot in Deutschland. Entsprechend unterernährt waren sowohl die Soldaten als auch die deutsche Zivilbevölkerung.

Um die deutschen Kriegsgefangenen im Falle ihrer Gefangenschaft wenigstens die halbe Portion der notwendigen Kalorienmenge zuzuführen, waren die Lebensmittellager der Amerikaner überfüllt mit Nahrung. Doch die deutschen Kriegsgefangenen erhielten hiervon nichts. Sie sollten langsam durch Verdursten und Verhungern vernichtet werden.

Um die Millionen unterzubringen, wurden die “Rheinwiesenlager” errichtet. Wer sich nun Lager mit Hallen zur Unterbringung der Gefangenen darunter vorstellt, irrt. Es wurden Felder mit Stacheldrahtzäunen umzäunt und darin die unterernährten, teils verletzten deutschen Kriegsgefangenen untergebracht. Unter freiem Himmel, der Witterung schutzlos ausgesetzt.

Es gab keine medizinische Versorgung. Keine Nahrung. Kein Wasser. Keine Unterbringung. Die Lager waren mit Menschen dermaßen überfüllt, dass die Männer stehen mussten. Stundenlang. Tagelang. Ohne Sitzen. Schlafen im Stehen, dicht an dicht mit dem Nächsten. Es gab keine sanitären Anlagen. Die erschöpften Männer waren genötigt, sich im Stehen zu erleichtern. Und dies oft tagelang.

So war es zu verstehen, dass in den Lagern Seuchen ausbrachen.

Kommen wir nun zu den geschichtlichen Fakten des Unfassbaren.

Sie werden sich sicherlich fragen, wie man Kriegsgefangenen so unmenschlich unterbringen konnte. Gab es nicht die Haager Landkriegsordnung? Ja, die gab es. Allerdings wurden deutschen Kriegsgefangene bereits 1943 lediglich dem Schutz als “Disarmed Enemy Forces”, als “entwaffnete feindliche Kämpfer” von Eisenhower zugesprochen.

Also dem selben Status, welche heutzutage die Gefangenen in Guantanamo zugestanden wird.

Demzufolge galten die Inhaftierten rein rechtlich nicht als Kriegsgefangene, die unter dem Schutz der Haager Landkriegsordnung fielen, sondern lediglich als schutzlose feindliche Kämpfer. So erklärte sich deren Unterbringung und Behandlung.

In diesen amerikanischen Vernichtungslagern wurden ca. 4 Millionen deutsche Kriegsgefangene systematisch vernichtet. Im Vernichtungslager Bretzenheim waren die allerschlimmsten Verhältnisse.

Liste der Rheinwiesenlager

Aufzählung von Nord nach Süd:

Büderich Rheinberg Wickrathberg Koblenz
Winzenheim/Bretzenheim Andernach Siershahn Remagen
Sinzig Heidesheim Dietersheim Dietz
Hechtsheim Biebelsheim Bad Kreuznach Urnitz
Böhl-Iggelheim Heilbronn Ludwigshafen


6.2.
Das Massaker von Dachau

Ich füge aus rein rechtlichen Gründen einen teilzitierte Metapedia-Artikel zum Thema hier ein. Ebenso musste ich aus rechtlichen die dazugehörigen Fotoaufnahmen leider entfernen.

Zitat-Anfang:

“Dachau am 29. April 1945

Die Mehrzahl der eigentlichen Bewachungsmannschaft des Konzentrationslagers Dachau hatte dieses bereits einige Tage vorher verlassen. So wurde kurzfristig eine Ersatzkompanie der Waffen-SS-Division „Wiking“ aus Augsburg, 200 Mann stark, in das KL Dachau verlegt. Zusammen mit den Restbeständen der alten Mannschaft waren jetzt insgesamt 560 Angehörige der Waffen-SS in Dachau. Keiner von ihnen überlebte das Massaker. Am Morgen des 29. April 1945 näherten sich Teile der 7. US-Armee München.

Auf dem Vormarsch dorthin bekam der Kommandeur des 3. Bataillons, 157. Inf. Reg., 45. Inf. Division („Thunderbird“), Lt. Col. Felix Sparks, den Befehl, umgehend das Konzentrationslager Dachau einzunehmen. Befehlsgemäß machten die Amerikaner einen Schwenk nach links und hielten auf Dachau zu.

Noch bevor sie einen Fuß in das Lager setzen konnten, erreichten sie mehrere Eisenbahnwaggons, angefüllt mit Hunderten von ausgemergelten und in Lumpen gekleideten Leichen. Für die VS-Soldaten war es klar, daß sie es hier mit Opfern einer grausamen Mordaktion der Deutschen zu tun hatten. Tatsächlich ist die Herkunft dieser erbarmungswürdigen Menschenfracht bis heute nicht hundertprozentig geklärt. Am meisten spricht wohl dafür, daß es kranke Häftlinge aus Buchenwald waren, die man bei der Evakuierung des Lagers Buchenwald nach Dachau geschickt hatte.

Nach ihrer Ankunft waren die meisten von ihnen so schwach, daß sie die Waggons nicht verlassen konnten. Die Dachauer Häftlinge weigerten sich jedoch, die befohlene Ausladung vorzunehmen. Die Kranken blieben hilflos in den Waggons liegen und starben dort. Möglicherweise wurden einige sogar Opfer amerikanischer Tieffliegerangriffe, die besonders in diesen Tagen den Raum um München heimsuchten.

Der Anblick dieser gespenstischen Fracht wurde noch übertroffen, als die Soldaten das Konzentrationslager betraten. In Dachau hatte seit Januar 1945 eine Fleckfieber- und Typhus-Epidemie gewütet, die über 10.000 Opfer forderte. Das Krematorium des Lagers kam mit dem Verbrennen der Leichen nicht nach. Noch an die 2.000 ausgemergelte Körper lagen an der Außenmauer des Krematoriums und in den Innenräumen. Teilweise waren sie bereits im Zustand der Verwesung. Die Toten der letzten Tage lagen außerhalb und innerhalb der Krankenbaracken. Die einrückenden VS-Soldaten, denen die Ursache der Leichenberge unbekannt war, müssen tatsächlich den Eindruck bekommen haben, eine Horror-Vision zu erleben, für die sie die deutschen Bewacher verantwortlich machten. Vielleicht ist das eine Erklärung für die folgenden Ereignisse.

Das Massaker

Die Wachtürme des Lagers hatten weiße Fahnen gehisst. Die Amerikaner schossen trotzdem auf die Türme, worauf das Feuer von den Deutschen erwidert wurde. Nach kurzem Schusswechsel stürmten die Amerikaner die Türme und warfen die Leichen von etwa 10 SS-Wachen hinunter. Am Turm B lagen die Leichen noch Tage hinterher, zum Teil in dem das Lager umgebenden Wassergraben. Ein kurzes Gefecht innerhalb des Lagers forderte rund 20 Tote auf Seiten der SS. Diese dreißig Toten sind die einzigen, die man als während der Kampfhandlungen gefallen bezeichnen kann, schreibt Buechner (S. 97).

Fast gleichzeitig mit der 45. Inf. Division hatten auch Teile der 42. US-Inf. Division („Rainbow“) das Lager erreicht, darunter Brig. General Linden. General Linden sah einen am Boden liegenden verwundeten SS-Mann und befahl dem ihn begleitenden jüdischen Armeearzt, den Verwundeten zu versorgen. Der Arzt weigerte sich jedoch, mit der Begründung, er würde keinen Deutschen anfassen. Der General drohte mit dem Kriegsgericht, aber der jüdische Arzt blieb unbeeindruckt. Inzwischen hatte Lt. Col. Sparks veranlaßt, daß die Angehörigen der 42. Inf. Division das Lager wieder verließen und General Linden wurde mit Gewalt hinausbegleitet (S. 65–66).

Auf deutscher Seite hatte der Kommandeur der SS-Truppen, Leutnant Heinrich Skodzensky, in Begleitung eines Vertreters des Schweizer Roten Kreuzes, versucht, das Lager ordnungsgemäß an die Amerikaner zu übergeben.

„Ich versichere mich, daß die Amerikaner jetzt Herren der Lage sind. Ich gehe auf einen Amerikaner zu, der eben von einem Panzer klettert, stelle mich vor, und er umarmt mich. Es ist ein Major. Seine Uniform ist staubig, sein Hemd, bis zum Nabel offen, starrt vor Schweiß und Dreck, er ist unrasiert, ein verbeulter Helm auf dem Kopf, eine Zigarette im Mundwinkel.

In diesem Augenblick nähert sich von den Wachposten her der junge deutsche Leutnant Heinrich Skodzensky und macht Meldung vor dem Amerikaner.

Der Deutsche ist blond, gutaussehend, gepflegt, seine Schuhe sind geputzt, seine Uniform gut geschnitten. Er schlägt die Hacken zusammen, als wäre er auf einer Übung, bei einer Parade Unter den Linden, hebt ordnungsgemäß den Arm und grüßt respektvoll: ‚Heil Hitler! Ich übergebe Ihnen hiermit das Konzentrationslager Dachau mit 30.000 Insassen, davon 2.340 krank, 27.000 auf Außenposten, 560 Garnisonstruppen.‘ […]

Der amerikanische Major hat den Gruß nicht erwidert. Er zögert einen Moment, als müsse er sich erst auf die richtigen Worte besinnen. Dann spuckt er dem Deutschen ins Gesicht. ‚Du Schweinehund!‘ Dann: ‚Setz dich dahin!‘ Er zeigt auf den hinteren Sitz eines der Jeeps, die inzwischen herbeigekommen sind.

Der Major wendet sich zu mir und gibt mir eine Maschinenpistole. ‚Kommen Sie mit!‘

Aber ich habe keine Kraft mehr, mich zu bewegen. ‚Nein, ich bleibe hier.‘

Der Major gibt einen Befehl, der Jeep mit dem jungen deutschen Offizier fährt aus dem Lager hinaus. Ein paar Minuten vergehen.

Meine Kameraden haben es noch nicht gewagt, ihre Baracken zu verlassen. aus der Entfernung konnten sie nicht erkennen, wie die Verhandlungen zwischen dem Amerikaner und dem SS-Mann laufen. Dann höre ich mehrere Schüsse.

‚Der Schweinehund ist tot‘, sagt der amerikanische Major zu mir.“

So begann die „Befreiung“ des Konzentrationslagers Dachau. Der unbekannte Major gab nur das Startsignal. Die Amerikaner stürzten sich auf alle Soldaten, die sie im Lager antrafen, und erschossen sie auf der Stelle. Buechner nennt die Zahl von 122 Opfern (S. 98).

Auch die Insassen tobten sich aus und ermordeten auf bestialische Weise etwa 40 Soldaten. Eine Schlagzeile der „New York Herald Tribune“ vom 2. Mai lautet: „Dachauer Häftlinge rächen sich an Nazi-Peinigern – SS-Leute erschlagen aufgefunden, zu Brei geschlagen, ihre Mittelfinger abgeschnitten.“

Erst nach einer halben Stunde konnte Lt. Col. Sparks Disziplin und Ordnung wieder herstellen und ließ die noch lebenden SS-Männer, 358 an der Zahl, abführen und bewachen. Doch kaum hatte er den Rücken gekehrt, als der zur Bewachung eingesetzte Maschinengewehrschütze, mit Spitznamen „Birdeye“, losballerte und auf die Gruppe der Gefangenen schoß. Sparks stürzte sich auf ihn und riss ihn vom Maschinengewehr weg. Zwölf Opfer blieben leblos liegen (S. 98/99).

Buechner war am Morgen des 29. April mit der Sanitätsabteilung des 157. Inf. Regiments auf dem Weg nach München, als die Nachricht von der Einnahme des Lagers Dachau zu ihm drang. Am frühen Nachmittag hielt er es nicht mehr aus, er wollte selbst sehen, was in Dachau los war und machte sich auf den Weg dorthin.

Beim Lager angekommen, wurde ihm der Zutritt verwehrt, da Lt. Col. Sparks das Gebiet gesperrt hatte. Die Lage schien jedoch ruhig zu sein, es waren keinerlei Schüsse zu hören. Buechner fragte, ob er den äußeren Komplex, das SS-Lager, betreten dürfe. Vielleicht gäbe es Verwundete, denen er helfen könne. Das wurde ihm gestattet.

Er war erst ein kurzes Stück in das SS-Lager hineingefahren, als plötzlich Maschinengewehrfeuer ganz nahe zu seiner Linken zu hören war. Es schien aus einer Gegend zu kommen, wo mehrere Gebäude standen, die das Zeichen des Roten Kreuzes auf dem Dach trugen. Buechner wunderte sich, daß ausgerechnet in der Nähe des Lazaretts gekämpft werden sollte. Seine Neugierde war jedoch geweckt, er stieg aus dem Jeep und ging auf die Gebäude zu.

„Ich spähte um die Ecke einer Mauer in die Richtung, aus der die Schüsse kamen und wurde Zeuge einer unvorstellbaren Szene.

Lt. Bushyhead stand auf dem Dach eines niedrigen Gebäudes, vielleicht ein Fahrradschuppen. Neben ihm bedienten ein oder mehrere Soldaten ein 30-Kaliber Maschinengewehr. Gegenüber von diesem Gebäude war eine lange, hohe Mauer aus Zement und Backsteinen. Am Fuß dieser Mauer lagen reihenweise deutsche Soldaten, einige tot, einige sterbend, einige möglicherweise sich totstellend. Drei oder vier Lagerinsassen in gestreifter Kleidung, jeder mit einer 45-Kaliber Pistole bewaffnet, gingen die Reihen der ca. 350 gefallenen Soldaten ab. Dabei feuerten sie automatisch eine Ladung in den Kopf jedes Soldaten, der noch zu leben schien. …

Hinter den Häftlingen, die zu Henkern geworden waren, stand eine Reihe Infanteristen, die Gewehre im Anschlag und ein weiterer Soldat bediente ein zweites Maschinengewehr, das auf dem Boden stand. […]

Am Ende der Reihe der toten oder sterbenden Soldaten ereignete sich ein kleines Wunder. Die Häftlinge, die den Gnadenschuß abgaben, waren noch nicht bis dahin gekommen, und einige wenige der nur verwundeten Soldaten wurden vom deutschen Sanitätspersonal auf Tragen gelegt und gemäß der Weisung eines deutschen Arztes in das nahegelegene Hospital getragen.“ (S. 86, 87).”

Die Opfer

Laut einer Tabelle setzen sich die Opfer dieses Tages wie folgt zusammen:

  • Auf der Stelle erschossen: 122
  • durch Lagerinsassen ermordet: 40
  • erschossen durch „Birdeye“: 12
  • erschossen durch Lt. Bushyhead: 346
  • insgesamt ermordet: 520
  • gefallen während der Kämpfe: 10
  • zunächst entkommen: 560

Von denjenigen SS-Wachen, die zunächst entkommen waren, schreibt Buechner, sie hätten versucht, sich unter die Lagerinsassen zu mischen. Sie seien aber bald entdeckt worden und entweder von den Lagerinsassen totgeschlagen oder erschossen worden (S. 97). Sie sind also ebenfalls zu den Ermordeten zu rechnen.”

Soweit also die Schilderung dieses Verbrechens der “Befreier”.

Ich möchte an dieser Stelle der Vollständigkeit noch anmerken, dass es noch zahlreiche weitere Kriegsverbrechen der Amerikaner und Engländern an deutschen Frauen gab, die zu Tausenden von Besatzungstruppen vergewaltigt wurden.

Es gab Folterungen deutscher Gefangener in amerikanischen Konzentrationslagern, siehe den Fall “Malmedy”

7.0. Kriegsverbrechen der Franzosen

7.1. Folterexzesse von Dormettingen

Der französische Oberleutnant Deletre und der französische Leutnant Schwab fingen sich gemeinsam mit dem Tschechen Milan Kovar im April 1945 zu ihrem Privatvergnügen nach dem Einmarsch 55 Nationalsozialisten und Angestellte der „Deutschen Öl-Schiefer-Forschungsgesellschaft“, um mit diesen in Dormettingen ein „Privat-KZ“ zu errichten.

Die Gefangenen wurden auf das grausamste gefoltert. Der ärztliche Befund des Inhaftierten Arno Schreiber, der die Hölle von Dormettingen überlebte, lautete:

„25 Wunden am Kopf, teilweise bis auf die Knochen, Gleichgewichtssinn gestört, beide Augen verletzt. Nasenbein gebrochen, aus dem Oberkiefer drei Zähne ausgeschlagen, Brustbein und drei Rippen gebrochen. Schulterkapsel links mehrfach gebrochen, Schlüsselbein angebrochen, rechtes Hüftgelenk verletzt, beide Hände, beide Knie und Fußgelenk verletzt.“

Neben endlosen Prügeleien und Quälereien vergnügten sich die beiden französischen Offiziere damit, Flaschen auf den Köpfen der Gefangenen zu zerschießen. Manchmal ging der Schuss daneben. Mindestens siebzehn der Gefangenen wurden ermordet, andere nahmen sich freiwillig das Leben. Von den Opfern der alliierten Umerziehung in Dormettingen, unter denen sich auch zwei namenlose Franzosen und ein Holländer (sogenannte Kollaborateure) befanden, die am 25. Mai erschossen wurden, sind folgende Namen bekannt:

  1. Hübner, Schörzingen, 2. Mai 1945, erschossen
  2. Daniu, Ukrainer, 6. Mai 1945, erschossen
  3. Maurer, Dottingen, zwischen 6. und 12. Mai 1945 Suizid infolge Folterung
  4. Schneider, Zwickau, ermordet, Schädel eingeschlagen
  5. Ludwig, Schömberg, ermordet
  6. Schmid, Schörzingen, etwa 12. Mai 1945 erschossen
  7. Schosser, Schömberg, etwa 12. Mai 1945 erschossen
  8. Rebstock, Dotternhausen, 20. Mai 1945 Mißhandlungen gestorben
  9. Miller, Augsburg, 25. Mai 1945 erschossen
  10. Klug, Peter, Gößlingen, 25. Mai 1945 erschossen
  11. Kirchhardt, Metzingen, 25. Mai 1945 erschossen

7.2. Gräueltaten gegen die Waffen-SS

Am 2. Dezember 1944 verübten Franzosen ein Massenkriegsverbrechen an deutschen Waffen-SS-Angehörigen. Bei Herbsheim im Elsaß sonderte Panzerkommandant Unterleutnant Robert Galley vom 501. R.C.C. unter den versammelten 800 Kriegsgefangenen die Waffen-SS-Angehörigen aus und befahl ihre Erschießung. Es waren mehr als 200 Mann.

Insbesondere in VS-amerikanischen Kriegsgefangenenlagern waren Waffen-SS-Angehörige unglaublichen Torturen ausgesetzt, die sich teilweise nach der Übergabe der Lager an Frankreich noch steigerten. Am 21. Juli 1945 wurden im Lager Sinzig die Waffen-SS-Angehörigen einer „Spezialbehandlung“ unterworfen. Nachdem sie so lange mit Kolben und Peitschen geschlagen worden waren, daß sie zu Boden fielen, mussten sie sich nackt ausziehen, wobei man ihnen erneut mit Stöcken und Peitschen auf die Geschlechtsteile schlug. Am 22. Juli wurden sie auf einem 18 km langen Todesmarsch unter ständigen Mißhandlungen in das Lager Andernach getrieben, wobei viele umkamen.

Am 12. August 1945 wurden im Camp IV des Lagers Andernach hunderte Waffen-SS-Angehörige mit Knüppeln, Seitengewehren, Keulen und Schlagwerkzeugen so mißhandelt, daß fast 100 Mann von ihnen in schwerverletztem Zustand in ein Hospital eingeliefert werden mußten. Im Lager Thorree wurde am 11. August 1945 ein Transport von Waffen-SS-Männern eingeliefert, die dermaßen mißhandelt worden waren, daß die Männer blutüberströmt, teils ohnmächtig zusammenbrachen; viele wurden einfach totgeschlagen. Im selben Lager mußten Waffen-SS-Angehörige den täglichen Abtransport der Latrinenkübel vornehmen. Aus den Kübeln laufender Kot mußte mit den Händen wieder eingefüllt werden. Die Wachen demütigten die Gefangenen durch Peitschenhiebe, Stöße und Beinstellen absichtlich.

7.3. Massenvergewaltigung in Freudenstadt

Am 16. April 1945, nur wenige Wochen vor Kriegsende, wurde die Stadt unerwartet von Truppen der 1. französischen Armee unter General Lattre de Tassigny angegriffen, wobei es durch Bombenabwurf und Artilleriebeschuss zu großflächigen Zerstörungen kam.

Freudenstadt war Knotenpunkt des französischen Vordringens Richtung Stuttgart wie zum Hochrhein, während die Amerikaner im Rhein-Maingebiet nach Osten vorgingen. Die Wehrmacht hatte vier Stunden vor dem Einmarsch der Franzosen in Freudenstadt eines der drei Fachwerkviadukte der Bahnstrecke Eutingen im Gäu–Freudenstadt gesprengt,  da die Bahnlinie nicht dem Feind in die Hände fallen sollte. Der französische Heeresbericht nennt eine Abteilung der SS (nach deutschen Quellen ein Dutzend sogenannter Werwölfe, die vor der Stadt eine Sperre errichtet hatten.

Freudenstadt geriet, mit Unterbrechungen, etwa 16 Stunden lang unter Artilleriefeuer. Kein Einwohner wagte es, den französischen Truppen zur Übergabe der Stadt entgegenzugehen, umgekehrt rechneten diese mit erheblichem militärischen Widerstand. Da die Hauptwasserleitung durch US-amerikanische Luftangriffe und die wichtigsten Feuerwehrwagen durch Artilleriebeschuss zerstört worden waren, konnten sich Feuer nahezu ungehindert ausbreiten. Teilweise wurde Gülle zum Löschen verwendet. Eine Übergabe fand erst statt, als die französischen Truppen bis zum Rathaus vorgerückt waren.

Es gab einige Dutzend zivile Opfer; etwa 600 Gebäude, 95 Prozent der gesamten Innenstadt, wurden in der Nacht vom 16. auf den 17. April direkt oder indirekt zerstört und 1.400 Familien obdachlos. Beim Einmarsch der französischen Truppen und in den folgenden drei Tagen kam es zu vielzähligen, heftigen Übergriffen durch marokkanische Einheiten.

Nach Angaben der Ärztin Renate Lutz seien allein bei ihr über 600 vergewaltigte Frauen in Behandlung gewesen. Auf Vorhaltungen habe die Zivilbevölkerung laut Berichten von Zeitzeugen auch die Antwort erhalten, es sei Krieg, Freudenstadt müsse drei Tage brennen.

Viele der verschont gebliebenen Bauten wurden dann von der französischen Besatzung beansprucht. Zahlreiche Familien hausten in notdürftig überdachten Kellerräumen. Insgesamt reduzierte sich der durchschnittliche Wohnraum je Einwohner auf unter acht Quadratmeter. Die Not war groß und das Aufräumen der Trümmer erfolgte zunächst nur schleppend.

7.4. General Leclercs Völkerrechtsverbrechen

“Es ist allgemein bekannt, daß der französische General Leclercs am 8. Mai 1945, dem Tag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht, in Bad Reichenhall zwölf französische Freiwillige der deutschen Division „Charlemagne“ ohne Gerichtsurteil erschießen ließ – ein Kriegsverbrechen. Erst später kam heraus, dass seiner, Leclercs, Division auf ihrem Weg von der Normandie bis ins Berchtesgadener Land noch zahlreiche weitere Kriegsverbrechen beging und zu verantworten hat, ohne daß je einer der Täter zur Verantwortung gezogen worden wäre. Im Gegenteil: „Hauptschuldige machten große Karriere im Nachkriegsfrankreich.“

Der Historiker gibt die Berichte von Augenzeugen, auch aus der französischen Division, wieder. Sie berichten von zahlreichen, oft grausamen Norden an deutschen Gefangenen, besonders an Angehörigen der Waffen-SS. So hätten zum Beispiel Soldaten der Division Leclerc deutsche Gefangene mit Benzin übergossen und verbrannt. Auch auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris sei es zu einem Massaker an Hunderten von deutschen Kriegsgefangenen gekommen, die durch Leclercs Panzer niedergewalzt wurden (*3). Besonders brutal sei dabei der damalige Leutnant Robert Galley vorgegangen. Der französische Soldat Albert Bisson schildert, wie es bei Andelot (Département Haute-Marne) zu heftigen Kämpfen der französischen Einheiten mit deutschen Truppen gekommen sei. Die Franzosen erlitten Verluste, doch dann brach der deutsche Widerstand zusammen. Eine große Zahl von „Boches“, wie der Soldat sich ausdrückte, ergab sich: „Schon nähern sich weitere 500 Kriegsgefangene. ‚Wartet!‘ ruft Leutnant Galley. Er läßt die Deutschen in eine Scheune treiben, setzt seine Panzer davor und befiehlt über sein Mikrofon: ‚Turm nach links. Stop! Handgranate! Feuer!.‘ Die Granate explodiert inmitten des Haufens der Boches. Die Splitter zerreißen ihre Körper, Körperteile kleben an den Balken der Scheune. Wir erledigen mit dem Maschinengewehr alle, die noch leben. Heute ist der Tag der Rache!“

Obwohl sich Leutnant Galley noch weiterer Kriegsverbrechen schuldig machte und, wie Studiendirektor Pohl, sich dieser Schandtaten offen im Fernsehen rühmte, konnte er Minister unter de Gaulle, Pompidou und Giscard d’Estaing werden und als Schatzmeister der Partei des französischen Staatspräsidenten Chirac tätig sein.

Über die berühmt-berüchtigte Division Leclerc schrieb später ein früherer Angehöriger: „Diese Division hat bei den Franzosen einen schmeichelhaften und weitgehend ungerechtfertigt guten Ruf gehabt und wird ihn bestimmt noch lange Zeit haben. Sie ist Bestandteil des gaullistischen Mythos, und so noch dieser lebendig bleibt, wird die ‚Armee Leclerc“ viele andere verdienstvollere und weniger glückliche Einheiten in der Geschichte überstrahlen. …. Die 2. DB (2. Panzerdivision), die zur Pflege des ‚Lothringer Kreuzes‘ in Operationen von hohen Prestigewert, aber geringem Risiko (wie die von Paris, Straßburg und Berchtesgaden) hinein katapultiert wurde, hat unter allen Umständen von der erdrückenden Macht der Amerikaner profitiert und aus diesen leichten Siegen einen ziemlich widerlichen Überlegenheitskomplex gezogen. Mit den Federn des amerikanischen Pfaus und der aufgesetzten Leclerc-Aura geschmückt, konnte sich selbst der schlechteste Freiwillige praktisch alles leisten und sogar jede andere französische Militäreinheit verachten, beispielsweise durch die Weigerung, Offiziere, die nicht der 2. DB angehörten, zu grüßen. Vor und nach der Einstellung der Feindseligkeiten beging die 2. BDB in Bayern Ausschreitungen und Plünderungen in einem solchem Ausmaß, daß die angewiderten Amerikaner selbst bereits nach einem Monat deren Ausweisung aus ihrer Besatzungszone forderten“  Quelle: http://www.widerhall.de/56wh-tsc.ht

8.0 Nachwort

Kein anderes Volk außer den Deutschen hatte nach dem Weltkrieg so sehr unter Gewalt zu leiden wie die Deutschen. Kein anderes Volk wurde aus der Heimat vertrieben wie die Deutschen. Kein anderes Volk wurde bis heute für ein Verbrechen geschlossen bestraft, das es nicht beging, wie die Deutschen.

Gerade wir Deutschen müssen an die Verbrechen erinnern, die uns von Amerikaner, Engländern, Franzosen, Russen, Tschechen und Polen zugeführt wurden. Für alle Zeiten! Die Opfer dieser unsäglichen Kriegsverbrechen sind wir es schuldig, dass an sie gedacht wird – für alle Zeiten!

Aber auch die andere Seite dessen ist, dass wir Deutschen auch schuldig sind. An die Vergangenheit muss gedacht werden  – zugleich muss jedoch vergeben werden; auf beiden Seiten.

Wir, die Generation, die nach dem Krieg geboren wurde, muss einander zusammenhalten, damit ein solcher Weltkrieg wie der Zweite, nie mehr entstehen kann. Wir, die Nachkriegsgeneration ist es den Opfern dieses Krieges schuldig zu verhindern, dass jemals wieder ein solches Leid über die Menschheit gebracht wird.

Daher rufe ich auf: Gedenkt den Toten – auf allen Seiten! Verhindert Krieg; denn der nächste Weltkrieg wird nicht auf dem Land ausgetragen werden, sondern in der Luft. Mit Waffen, die alles Leben auf dieser Erde für alle Zeiten auslöschen wird!

Ende

8.1 Quellennachweis

Soweit nicht anderes angegeben, bezieht sich der Quellennachweis auf Metapedia.de, der einzigen Quelle, die keinen Blatt vor dem Mund nimmt und die Wahrheit schreibt.

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